Abstrakte Strukturen und Herbstlandschaften
10.10.2011 | 18:32 Uhr 2011-10-10T18:32:00+0200
Witten.Sowohl ihre Kunst als auch ihre Hintergründe sind völlig verschieden. Dennoch fanden die freischaffende Künstlerin Julia Joswig und die hauptberufliche Sonderpädagogin und leidenschaftliche Hobbymalerin Petra Sowade zueinander.
Seit knapp einem Jahr teilen sich die beiden Malerinnen ein Atelier an der Annenstraße 20 a und ließen sich von den unterschiedlichen Werken des jeweils anderen inspirieren.
„Seit ich mit Petra zusammenarbeite, ist meine Arbeit auch etwas abstrakter geworden“, erklärt Julia Joswig, die in Düsseldorf Kunst studierte. Für ihre großformatigen Landschaftsbilder lasse sie sich zwar von realen Eindrücken beeinflussen, doch die tatsächlichen Erinnerungen abstrahiere sie, bis eine menschenleere Essenz der Naturatmosphäre zurückbleibe.
Die Werke von Petra Sowade hingegen weisen eine Tendenz zum Informel auf, sind also komplett gegenstandlos und bekommen ihre Ausdrucksstärke durch unterschiedliche Farbkombinationen, welche die Hobbykünstlerin in mehreren Schichten überlagert. Mittels diagonal angeordneten, schleierartigen Strukturen vermitteln die Bilder beim Betrachter eine Art von Eigendynamik.
Zur gemeinsamen Atelierausstellung konnten die beiden Frauen rund 50 Gäste in ihren Räumlichkeiten willkommen heißen, darunter auch die Kunsthistorikerin Britta Koch, die eingangs die Werke vorstellte.
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