Aber bitte mit Sahne
22.09.2008 | 13:17 Uhr 2008-09-22T13:17:00+0200
O' zapft is! Herbede feiert am übernächsten Wochenende sein 22. Oktoberfest.
Wieviel Maß Bier dürfen's denn sein? Die Frage müssen sich Besucher des 22. Herbeder Oktoberfestes nicht stellen, wenn sie mit dem Bus anreisen oder zu Fuß nach Hause laufen können.
Mit einem vollen Programm - von Rock über Schlager bis zu Shanties - wartet der Ortsteil an der Ruhr vom 3. bis 5. Oktober auf. Da trifft es sich gut, dass „wir diesmal einen halben Tag mehr haben”, so Gudrun Dönhoff-Aufermann vom Stadtmarketing. Denn weil die Eröffnung mit dem Tag der deutschen Einheit auf einen Feiertag fällt, kann man schon mittags mit dem traditionellen Umzug beginnen. Daran nehmen die Knappenvereine Witten und Hammertal sowie der Bürgerschützenverein Herbede teil. Für die richtige Marschmusik sorgt der Fanfarenzug Blau-Weiß Bochum-Hamme.
Rummtata! Den Fanfaren folgt der Fassanstich am Freitag gegen 12.30 Uhr auf dem Platz an der Schmiede. Dort steht die Hauptbühne und dort lässt die Grupppe „MayQueen” am Abend (20 Uhr) auch einen Weltstar der Rockszene wieder auferstehen. Die Fans von Freddie Mercury dürften begeistert sein, wenn sich die Revival-Band durch fast 30 Jahre Queen spielt.
Ein Programm voller Gegensätze: Hier die „Bohemian Rhapsody”, einer der größten Hits von Queen, dort Partytime mit Udo Jürgens. Gut, für das Original hat es nicht gereicht. Aber auch „Deutschlands einzige Coverband”, die die bekanntesten Lieder des nimmermüden Frauenhelds zum Besten gibt, ist nicht ganz billig, wie Gudrun Dönhoff-Aufermann verrät. Hauptsache, die Stimmung stimmt. „SahneMixx”, eine elfköpfige Band, nimmt uns am Samstag (20 Uhr) mit nach New York, wo ich noch niemals war.
16, 17 Musikgruppen auf drei Bühnen sind die Sahne auf der Oktoberfest-Torte. Es gibt aber nicht nur viel auf die Ohren, sondern auch was zum Staunen: Der „deutsche Meister der Zauberkunst”, Matthias Rauch, lässt am Samstag auf der Stadtwerke-Bühne bei Gassmann Tische schweben. Auf der Meesmannstraße und drumherum stehen über 100 (–Verkaufs)-Stände, wobei Kunsthandwerk ein Schwerpunkt ist. Die Einzelhändler machen viele Aktionen vor ihren Geschäften und die Werbegemeinschaft baut am Samstag ein richtiges Indianerzelt zwischen Markuszentrum und Jever Krog auf: mit Tipis, Totempfahl und Cowboy Jim, der mit Kindern Musik macht.
Nicht zu vergessen die Kirmes (Rautertstraße) und das holländische Dorf, wo wieder alte Handwerkskünste wie das Klöppeln zu bestaunen sind. Was diesmal fehlt, ist der holländische Stoffmarkt. Die Lücke auf der hinteren Meesmannstraße füllt am Freitag ab 11 Uhr ein großer (Vespa-) Roller-Treff mit Geschicklichkeitsparcours, dem Preis für den schönsten Roller, den ältesten Teilnehmer und die weiteste Anfahrt (16 Uhr Ehrung). Am Samstag spielen nach dem großen Erfolg im Vorjahr die Herbeder „Nachtwächter” vor der Metzgerei Kreitz (ab 18 Uhr). Am Sonntag kann man von 11 bis 17 Uhr beim Trödelmarkt stöbern. Private Interessenten - bitte in dieser Woche noch bei Thomas Schmidt anmelden ( 581 32 47).
Am verkaufsoffenen Sonntag öffnen die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr. Das große Festzelt mit Speis und Trank steht auf dem Platz an der Schmiede, der Jever Krog serviert bayerische Spezialitäten. Also warum zum Original nach München reisen? Voll wird's auch in Herbede. Die Veranstalter rechnen mit 50 - bis 60 000 Besuchern. Wieviele Maß werden die wohl trinken?
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