40 Grad auf sandiger Tanzfläche
12.02.2012 | 17:21 Uhr 2012-02-12T17:21:00+0100
Bochum. Rund 2600 Menschen haben auf der Einslive-Charts-Party in der Freizeitsporthalle „Blue Beach“ am Kemnader See kräftig mitgefeiert. Getanzt wurde auf warmen Sand
Knappe Bikinis, kurze Shorts und meterhohe FlipFlop-Haufen im Sand – bei der Einslive-Charts-Party in der Freizeitsporthalle „Blue Beach“ am Kemnader See verdrängte der Sommer zumindest für eine Nacht den kalten Winter. 2600 Gäste feierten im beheizten Sand bis morgens um halb fünf.
Draußen herrschen Minusgrade, drinnen glüht der Sand. Die meisten Gäste sind barfuß oder in Sommersandalen in der 1500 Quadratmeter großen Halle unterwegs. Spaghetti-Tops und kurze Röcke wohin man blickt, und manch ein Mann präsentiert sogar den nackten Oberkörper. Einslive-DJ Jan-Christian Zeller betont immer wieder die Innentemperatur von knappen 40 Grad auf der Tanzfläche. Er kommt auf seinem Podest zwei Meter über dem Sand auch ganz schön ins Schwitzen, wie man auf drei großen Leinwänden, die rund um die Tanzfläche in luftiger Höhe schweben, beobachten kann.
„Die Musik ist der Hammer“
Bereits um 21 Uhr stehen die Jugendlichen vor der Halle Schlange, um eingelassen zu werden. Schließlich ist die Party für die unter 18-Jährigen offiziell um Mitternacht schon wieder beendet. Geschäftsführer Dirk Heemann (48) meint: „Durch unser System mit den unterschiedlich farbigen Bändern konnten wir ab Mitternacht ganz gut aussortieren.“
Der Stimmung tut das keinen Abbruch. Bis Jan-Christian Zeller um ein Uhr nachts in die Beachhalle einrückt, steht sein Kollege Thorsten Neuhaus an den Turntables und heizt die Meute an.
Die beiden 16-Jährigen Martina und Janina sind begeistert: „Die Musik ist der Hammer und die Leute auch. Nur schade, dass wir gleich schon gehen müssen.“
„Ich mag diese Musik einfach nicht, wenn man aus normalen Liedern auf einmal Technobeats mixt“
Als dann beide DJs gemeinsam die Musik mixen, ertönen eine Zeit lang harte, schnelle Bässe zu passender Elektro-Musik aus den Boxen, die einige Gäste von der Tanzfläche treiben. „Ich mag diese Musik einfach nicht, wenn man aus normalen Liedern auf einmal Technobeats mixt“, sagt der 20-jährige Alex aus Bochum. Schon nach wenigen Liedern spielt das DJ-Duo aber wieder Charts.
Die Besonderheit des Abends: Die Besucher stimmen auf Wahlzetteln ab, welches ihr Lieblingslied ist. Die ersten drei spielten die DJs dann prompt. Auf Platz eins landet „Ai se tu pego“ von Michel Télo, dessen Text zwar kaum jemand wirklich kennt, aber jeder dennoch mitsingt.
0mitdiskutieren