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36-Jähriger aus Bochum soll Ex-Freundin aus Witten brutal vergewaltigt haben

10.07.2012 | 17:15 Uhr
36-Jähriger aus Bochum soll Ex-Freundin aus Witten brutal vergewaltigt haben

Witten.   Ein 36-Jähriger soll seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung überrascht und brutal vergewaltigt haben. Der Vater einer zwölfjährigen Tochter muss sich nun wegen schweren sexuellen Missbrauchs vor dem Bochumer Landgericht verantworten.

Er soll seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung überrascht und brutal vergewaltigt haben: Ein 36-Jähriger muss sich seit Dienstag wegen schweren sexuellen Missbrauchs vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Dem Vater einer zwölfjährigen Tochter drohen mindestens zwei Jahre Haft.

Der Zerspanungsmechaniker aus Bochum wies die schweren Vorwürfe der 34-jährigen Wittenerin von sich. In der Beziehung seien zwar oft die Fetzen geflogen und er sei auch manchmal aggressiv gewesen. „Aber ich habe meine Freundin nicht bedroht und nicht vergewaltigt.“ Die Rache einer enttäuschten Liebhaberin? Enttäuscht vom ständigen Alkoholkonsum des Angeklagten, seiner ständigen Rückfälle?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 36-Jährige die Wittnerin am 12. Oktober 2011 heimtückisch aufgesuchte. Statt an der Haustür zu klingeln, habe er sich Zugang über das Treppenhaus verschafft, an der Wohnungstür der nichtsahnenden „Ex“ geklopft – und sich so als netter Nachbar getarnt. Der verteidigt sich: Die Haustür sei immer offen, der Gang direkt zur Wohnungstür daher nichts Besonderes. Das sieht seine Ex-Freundin anders. „Ich dachte es wäre eine vertraute Person“, sagte die 34-Jährige vor Gericht.

„Er stieß mich auf die Couch“

So war es auch, aber mit ihrem aggressiven Ex-Freund rechnete die junge Frau nicht. „Als ich die Tür öffnete, stieß er mich direkt auf die Couch, zog meine Hose aus.“ Sie habe getreten und geschlagen, vergebens. Auch ein Fluchtversuch zur Wohnungstür sei missglückt. „Du gehörst mir!“ soll der Angeklagte zu der jungen Frau gesagt und ihre Hände festgehalten haben. „Dann hat er mich vergewaltigt.“ Der 36-Jährige bestreitet nicht, am 12. Oktober bei der Wittenerin gewesen zu sein. Der Unterschied: „Es kam zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr“, behauptet der Bochumer.

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung soll der Angeklagte die 34-jährige Verkäuferin an ihrem Arbeitsplatz aufgesucht, eingeschüchtert und gedroht haben: „Ich zerstöre dein Leben!“. Er soll die Wittenerin sogar gewarnt haben, sich nicht von ihm zu trennen, sonst mache er intime Fotos von ihr öffentlich. Doch auch diese Vorwürfe weist der Bochumer von sich.

"Ich habe sie geliebt"

Nach der Trennung sei er hartnäckig gewesen, aber nie gewalttätig. Im Gegenteil: „Ich habe sie mit Geschenken überhäuft“, sagte der 36-Jährige vor Gericht. „Ich habe sie geliebt.“ Kopfschütteln auf dem Zeugenstuhl bei der jungen Wittenerin. „Ich hatte Angst vor ihm. Immer wenn er getrunken hat, wurde er ein anderer Mensch.“ So, wie angeblich auch am 12. Oktober.

Dennis Sohner



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