340 Arbeitsplätze bei Metalsa in Witten in Gefahr

Ungewisse Zukunft: die Firma Metalsa (früher ISE) an der Westfalenstraße in Witten.
Ungewisse Zukunft: die Firma Metalsa (früher ISE) an der Westfalenstraße in Witten.
Foto: Walter Fischer
Was wir bereits wissen
Wenn nicht in drei Monaten ein neuer Investor gefunden wird, droht dem Automobilzulieferer Metalsa in Witten die Schließung. 340 Stellen stehen auf dem Spiel.

Witten.. Große Sorgen machen sich Betriebsrat und Belegschaft von Metalsa (früher ISE), dem Automobilzulieferer in der Westfalenstraße in Witten. Wenn nicht bald ein neuer Investor gefunden wird, stehen alle 340 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Denn für diesen Fall droht die Schließung.

Das Traditionsunternehmen mit immer neuen Eigentümern kriselt schon länger, doch zuletzt gab es wieder Grund zur Hoffnung. Zwar will sich Metalsa, ein mexikanischer Investor, der 2012 eingestiegen war, von dem Wittener Standort trennen. Mit dem Altbesitzer und Firmenbegründer Lunke schien aber ein neuer Interessent gefunden zu sein, der das Unternehmen angeblich für den symbolischen Euro übernehmen wollte. Doch in letzter Minute zerschlugen sich die Hoffnungen.

VW legte Veto ein

VW legte als Hauptkunde ein Veto gegen Lunke ein – warum, ist unklar. Der Betriebsrat beklagt, dass sich der Autokonzern nicht schon früher klarer geäußert habe. Lunke, das wissen viele, gerade ältere Wittener, war einst das Stammunternehmen. Es hätte im Jahr 2000 Hundertjähriges gefeiert, wäre es nicht ein Jahr zuvor an Lunke Ventra übergangen.