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30 Bilder zum 30. Geburtstag

06.06.2012 | 17:05 Uhr
30 Bilder zum 30. Geburtstag
Zwei vom Kunstverein: Vorsitzender Manfred H. Wolff und Stellvertreterin Eva-Maria Schöning. Zum Jubiläum ist eine Ausstellung mit Arbeiten Günter Drebuschs in der Galerie Haus Herbede zu sehen. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool

Witten. Kunstvereine, sagt Prof. Dr. Manfred H. Wolff (70), „haben ja eine irrsinnig lange Tradition“. Die meisten gründeten sich schon Anfang des 19. Jahrhunderts. Dagegen, so der Vorsitzende, sei der Kunstverein Witten noch recht jung: 30 Jahre alt wird er in diesem Jahr.

Gegründet wurde er am 9. Mai 1982, um „das Verständnis der Bildenden Künste in weitesten Kreisen der Wittener Bevölkerung zu fördern“. Jetzt feiern die 230 Mitglieder das Jubiläum am Sonntag, 10. Juni. Und haben für den besonderen Anlass auch eine besondere Ausstellung konzipiert, die um 17 Uhr in der Galerie Haus Herbede eröffnet wird. Zu sehen sind dort, passend zum runden Geburtstag, 30 grafische Arbeiten des 1998 verstorbenen Künstlers Günter Drebusch. Insgesamt umfasst sein Werk 270 Radierungen und Lithografien.

Die Bilder stammen aus dem Nachlass des bekannten Witteners, der außerdem Gründungsmitglied und lange Jahre zweiter Vorsitzender war – das Amt hat nun Kunsthistorikerin Eva-Maria Schöning inne. „Wir haben gute Verbindungen zu Drebuschs Sohn Thomas“, erzählt Wolff. Der ist Designer, lebt in Soest und hat die Bilder nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern sogar gerahmt. „Er hat auch Plakate und die Einladungskarten gedruckt“, freut sich Wolff über das Engagement.

Ausstellungen – das sei eine der Möglichkeiten, über die der Verein Kunst vermitteln möchte. „Leider“, so der Vorsitzende, „haben wir keine eigenen Räume“. Trotzdem gibt es seit geraumer Zeit zwei Mal pro Jahr eine Schau, etwa im FEZ (Forschungs- und Entwicklungszentrum) oder eben in Haus Herbede.

Kunstreisen bilden einen weiteren Schwerpunkt der Vereinsarbeit. Die dauern mal nur einen, mal mehrere Tage und führen zu Ausstellungen nach Köln, Düsseldorf oder Hannover. Die große Fahrt in diesem Jahr geht nach Metz und Nancy. Dort besuchen die Reisenden nicht nur Museen, sondern schauen sich auch die Stadt an: „Da geht es um gesamtkulturelle Eindrücke.“ Mitfahren können übrigens stets auch Nicht-Mitglieder, die dann einen etwas höheren Obolus entrichten müssen.

Manfred Wolff selbst hat sich „schon immer mit Kunst beschäftigt“. Vor allem Skulpturen und Plastiken haben es ihm angetan. Dabei ist er von Haus aus Naturwissenschaftler und hat an der Uni Witten-Herdecke geforscht. „Für mich fängt Kunst erst bei Beuys an“, sagt Wolff ein wenig provokant, schiebt aber gleich hinterher, dass das schon ein bisschen ironisch gemeint sei. Sonst hätten Kunstvereine ja vor 200 Jahren auch noch keinen Sinn gehabt.

Annette Kreikenbohm



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