29-Jährige war Schrecken aller Behörden
10.02.2012 | 18:38 Uhr 2012-02-10T18:38:00+0100
Witten. Wegen Hausfriedensbrüchen, Beschimpfungen, Pöbeleien, Rezeptfälschungen und Diebstählen stand eine 29-Jährige Wittenerin vor Gericht.
Hausfriedensbrüche, Beschimpfungen, Pöbeleien, Rezeptfälschungen, Diebstähle: Eine 29-jährige Wittenerin stand wegen einer ganzen Reihe von Straftaten vor dem Amtsgericht. Es ist die traurige Geschichte einer verzweifelten Frau, die die Hände nicht vom Alkohol lassen konnte.
Die einjährige Bewährungsstrafe schien die gelernte Arzthelferin nicht sehr zu schocken. Die Auflage, eine Entziehungsanstalt aufsuchen zu müssen, wenn sie wieder straffällig wird, nahm sie zur Kenntnis. Es waren wohl andere Sorgen, die sie plagten: Allen voran ihr achtjähriger Sohn, den sie nur alle sechs Wochen sieht, weil er als Kleinkind in eine Pflegefamilie gegeben wurde. „Da hatte ich zum Alkohol gegriffen, da fingen die Straftaten an.“
Bekannt als „schwerer Fall“
Im September 2009 änderte die 29-Jährige eigenständig eine Dosierung auf einem Rezept. Die Apothekerin stutzte, rief die Polizei, es kam zur Anzeige. Im April 2010 versuchte sie bei einer Behandlung im Marienhospital vor den Augen einer Ärztin, Schlafmittel aus einem Schrank zu stehlen. Vor Gericht bestritt die Wittenerin die Taten, die allerdings bewiesen werden konnten.
Trotz Hausverboten betritt sie immer wieder die Bahnhöfe und Arbeitsagenturen in Dortmund und Bochum, das Wittener Rathaus. Dort schimpfte, spuckte und schlug die Angeklagte stets um sich. Insgesamt 25 Zeugen sagten beim vierstündigen Prozess-Marathon aus. Ob Sicherheitsleute, Polizisten, Sachbearbeiter bei Ämtern, Krankenschwestern – alle bezeichneten die 29-Jährige als „Stammkundin“ und „schweren Fall“.
Schwanger im vierten Monat
Ein Sachbearbeiter vom Wittener Sozialamt denkt zurück an die Ausraster: „Sie war aggressiv, beschimpfte mich, knallte Türen.“ Eine Frau als „Schrecken aller Behörden zwischen Witten und Dortmund“ wie es Richter Bernd Grewer formulierte.
Nach eigenen Angaben befindet sich die Wittenerin mittlerweile auf dem Weg der Besserung, hält die Finger vom Alkohol fern. Sie wolle ihren Sohn regelmäßig besuchen. Außerdem trage sie Verantwortung für jemand anderen: Die 29-Jährige ist im vierten Monat schwanger.
19:42
Reißerische Überschrift für im Grunde doch keine all zu große Straftaten jedenfalls keine Verbrechen
Wer diese Dame regelmäßig erlebt, wird die Überschrift nur bestätigen!!!