15 000 Euro Spenden für Schleusenwärterhaus

Geld für den Neuanfang: Klaus Weinold (l.), Margarete und Paul Stahl (r.
Geld für den Neuanfang: Klaus Weinold (l.), Margarete und Paul Stahl (r.
Foto: Funke Foto Services

Witten..  Ende Januar brannte das Königliche Schleusenwärterhaus an der Ruhr komplett aus. Nun gibt es Licht am Ende des Tunnels: In dieser Woche sollen die Arbeiten der Zimmerleute abgeschlossen sein.

„Dann können die Dachdecker mit der Arbeit beginnen“, sagt Thomas Strauch, Chef der Wabe, die die Gastronomie in dem Schleusenwärterhäuschen über Jahre aufbaute und nun den Neuaufbau leisten muss. Wenn die Dachdecker fertig sind, kommt die Inneneinrichtung dran: Toilette, Fußböden, Fliesen, Fenster, Treppe, Elektrogeräte – alles muss wurde zerstört und muss neu eingerichtet werden. Über 100 000 Euro Schaden hat das Feuer angerichtet, Brandstiftung, wie die Polizei später feststellen sollte.

Während die Versicherung den Schaden am Haus komplett bezahlt, ist dies im Außenbereich nicht der Fall. Das verwüstete Außengelände, die Holzhütte, die den provisorischen Gastro-Betrieb beheimatet, und die kleine, in Mitleidenschaft gezogene Straße vor dem Schleusenwärterhaus muss die Wabe aus eigener Tasche bezahlen. Die Straße hatte es deshalb hart getroffen, weil die Lastwagen der Baufirmen immer drüber holperten. „Dafür war sie nicht ausgelegt“, so Strauch.

Großes Fest zur Neueröffnung geplant

Die vielen kleinen und größeren Spenden, die die Wabe seit dem Brand bekommen hatte, sind bei all den Kosten Gold wert. „Es gab viele Privatspenden zwischen fünf und hundert Euro“, freut sich Thomas Strauch. Erst am Freitag hatte der Heimatverein Heven 500 Euro zugesteuert. Zwei Wittener Bäcker hatten das „Schleusenwärterhaus-Brot“ entwickelt, 25 Cent ging pro Brotverkauf in den Neuaufbau des königlichen Hauses an der Ruhr. Insgesamt sind mittlerweile rund 15 000 Euro zusammengekommen. „Mit dem Geld können wir unsere Kosten decken“, so der Wabe-Chef.

Die Neueröffnung des Schleusenwärterhäuschens ist für den 29. August mit einem großen Fest geplant. „Dann wird es in altem Glanz neu erstrahlen“, freut sich Strauch.