: Ein Kinderheim mit Platz zum Kuscheln
Damit das geplante Marianne-Behrs-Haus wirklich ein Traumhaus für behinderte Schulkinder wird, setzt die Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim bei der Sammlung der Evangelischen Stiftung Volmarstein (ESV) einen eigenen Akzent: Ziel der Aktion: Ein „kuscheliges Kinderheim”.
Im nächsten Jahr soll das neue Kinderheim mit 24 Einzelzimmern direkt vor dem Johanna-Helenen-Haus entstehen. Heute ist das Haus eine Schule für schwerbehinderte Kinder, vor fünf Jahrzehnten war es ein Kinderheim. In den fünfziger und sechziger Jahren wurden hier Heimkinder immer wieder misshandelt und erniedrigt. Das haben zwei Historiker belegt, die von der Evangelischen Stiftung Volmarstein mit der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels beauftragt worden sind. Davon zeugen aber auch die vielen Schilderungen ehemaliger Heimkinder, die von der Freien Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim seit 2006 gesammelt worden sind.
„So etwas darf nie wieder passieren - der Name Marianne Behrs soll auch in Zukunft daran erinnern, dass behinderte Menschen in Pflegeheimen mit Respekt behandelt werden müssen”, so ESV-Vorstand Jürgen Dittrich zur Namenswahl. Marianne Behrs war als elternloses Heimkind den Schikanen der Ordensschwestern in dem Nachkriegsheim besonders ausgesetzt.
In Zeiten knapper Kassen der Kostenträger „bleibt für individuelle Bedürfnisse nach Wärme, Privatsphäre und ein Gefühl von „Zuhause' sicher kein Cent übrig”, fürchtet Klaus Dickneite, Pressesprecher der Arbeitsgruppe. Daher sollen die Spender auf den Überweisungsträgern die Buchstaben „KK” für „Kuscheliges Kinderheim” ergänzen. Die Gelder sollen zweckgebunden viel Freude in die Kinderzimmer bringen - statt der Atmosphäre der Angst, die die Heimkinder damals erleben mussten.






1 Kommentare
Das ist ja alles ganz schön, aber Liebe, Geborgenheit und eine "kuschelige" Umgebung kann nur dann gegeben werden wenn auch genug Leute da sind um es umzusetzen. Sicher braucht man dafür Geld um es Materiel möglich zu machen, aber es müssen auch entsprechende Mitarbeiter da sein. Hier scheitert es doch häufig. Die Personaldecke ist mager und somit ist häufig wenig Zeit um eine oben beschriebene Atmosphäre zu gestallten. Die Kräfte der einzelnen Mitarbeiter sind auch nur begrenzt!!!!