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Praktikum

„Wenn wir jemanden haben, schicken wir ihn“

20.02.2012 | 17:41 Uhr
„Wenn wir jemanden haben, schicken wir ihn“
Svea Niggemann (14) absolviert ihr Schulpraktikum (Klasse 9) bei der Firma Raja Lovejoy in Werdohl (mit Prokurist Karsten Reimann und Lehrerin Birgit Schmidt)

Werdohl.Vom Amtsgericht über die Kindertagesstätte bis hin zum Wohnwagen-Hersteller – die Neuntklässler der Albert-Einstein Gesamtschule sind dieser Tage als Praktikanten in Werdohl und Umgebung unterwegs.

121 Schülerinnen und Schüler schnuppern – verteilt auf über 100 unterschiedliche Betriebe – zwei Wochen lang echte „Arbeitsluft“.

Einblick in viele verschiedene Bereiche

Die 14-jährige Svea Niggemann hat sich für Raja-Lovejoy in Werdohl entschieden. Anders als der Name vermuten lässt, liegt der Mutterkonzern der Firma nicht in Indien, sondern in den USA. Und „Liebesspaß“ bezieht sich keinesfalls auf das Sortiment des Traditionsunternehmens, sondern auf den Namen des Firmengründers. Der Betrieb produziert Pumpen, Kupplungen und Ölkühler, die weltweit vertrieben werden. „Unser Kundenspektrum reicht von den führenden Unternehmen der Hydraulikbranche bis hin zu Zwei-Mann-Betrieben“, erklärt Prokurist Karsten Reimann. Praktikantin Svea wird allerdings nicht in der Fertigung, sondern im Verwaltungsbereich beschäftigt. Jeden Tag wechselt sie die Abteilung und erhält dadurch Einblicke in verschiedene Berufsfelder. Am besten gefalle ihr die Abteilung „Export Ausland“, erzählt die Schülerin.

54 Mitarbeiter sind bei Raja- Lovejoy angestellt – der Betrieb bildet auch aus. Dabei sei es nicht einfach, alle Ausbildungsstellen zu besetzen, beklagt Reimann, der auch für Personalfragen zuständig ist. Momentan suche er dringend einen Auszubildenden zum Zerspanungsmechaniker, Fachrichtung Drehtechnik.

Studien- und Berufsorientierungslehrerin Birgit Schmidt, die ihren Schützling in der Firma besucht, verspricht: „Wenn wir jemand Geeignetes haben, schicken wir ihn hierher.“

Berufswunsch: Industriekauffrau

Svea jedenfalls würde schon ganz gut ins Anforderungsprofil der Industriekaufleute passen: Englisch und Mathematik liegen ihr, und sie kennt die Firma durch ihre Mutter, die dort seit vier Jahren als Industriekauffrau arbeitet. Die Tochter plant, es ihr gleichzutun. Das Praktikum hat sie in diesem Wunsch bestärkt. „Ein vielseitiger Beruf mit guten Möglichkeiten“, findet auch Reimann.

Birgit Schmidt ist zufrieden: „Ich bin immer froh, wenn ich viel über die Betriebe erfahre, was ich an interessierte Schüler weitergeben kann.“ Berufsvorbereitung hält sie auch persönlich für sehr wichtig – daher geht’s gleich zum nächsten Besuch: Praktikumsstelle Versicherung.

Gianna Schlosser

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