Vossloh investiert und verlegt Lager
07.02.2011 | 18:42 Uhr 2011-02-07T18:42:00+0100
Werdohl.Das Werdohler Traditionsunternehmen Vossloh verlegt sein Lager nach Lüdenscheid. Neuer Standort ist ab 1. März das ehemalige Gebäude von Hoffmeister-Leuchten in der Dönne unweit der Autobahnauffahrt Lüdenscheid-Nord.
Der Auslöser für die Maßnahme sind die dauerhaft guten Auftragszahlen, wie am Montag aus Unternehmenskreisen zu erfahren war. Vossloh produziert in Werdohl Schienenklemmen für den Bahn-Weltmarkt und ist äußerst robust durch die Weltwirtschaftskrise gekommen. Jetzt ist die Auftragslage offenbar so gut, dass man in Werdohl zusätzlich in die Produktion investieren will.
Standortsicherung erster Güte
Rund sechs Millionen Euro, so Einschätzungen aus dem Unternehmen, werden in den kommenden zwei bis drei Jahren in die Fertigung investiert. Neue Maschinen brauchen Platz. Deshalb werde das interne Lager bis Ende Februar abgebaut. Lagerkapazitäten bei Fahrner würden ebenfalls Schritt für Schritt abgebaut.
Für das gerade abgeschlossene Geschäftsjahr 2010 rechnet der Bahntechnik-Konzern Vossloh bei einem Umsatz von 1,35 Milliarden Euro mit mindestens 93 Millionen Euro Konzernüberschuss.
Die Vossloh AG ist an der Börse im MDAX gelistet, einem Verzeichnis von 50 Werten aus klassischen Wirtschaftsbereichen. Gestern Nachmittag lag der Vossloh-Wert bei 93,33 Euro je Aktie.
Im neuen Lager in Lüdenscheid stehen Vossloh 5000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Das sei etwas mehr als zurzeit in Werdohl verfügbar, wie mitgeteilt wurde. Rund 25 Mitarbeiter ziehen mit dem Lager um nach Lüdenscheid. Darunter seien sechs neu eingestellte Lager-Fachkräfte.
Der neue Standort für das Vossloh-Lager liegt nur einen knappen Kilometer von der Sauerlandlinie A 45 entfernt. Dort war bis April 2008 der leuchten-Hersteller Hoffmeister beheimatet. Das Unternehmen produziert seitdem in Schalksmühle.
Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Klein sagte am Montag auf WR-Anfrage zu den Plänen und der guten Auftragslage: „Für Werdohl bedeutet das eine Standortsicherung erster Güte.“ Nach seinen Worten sollen in den kommenden Monaten und Jahren „etliche Hallen“ auf dem Werdohler Vossloh-Gelände abgerissen und neu aufgebaut werden, um die Produktion zu erweitern.
Klein erwartet zudem, dass weniger Laster durch die Stadt fahren als bisher: „Das ganze Zubehör für das Lager wie Schrauben und Dübel wird künftig direkt nach Lüdenscheid und nicht mehr nach Werdohl geliefert.“
Vossloh weiht in diesem Jahr das neue Technik-Zentrum auf dem Firmengelände an der Vosslohstraße ein. Bürgermeister Siegfried Griebsch (SPD) hatte unter anderem Vossloh beim Jahresempfang für das Bekenntnis zur Stadt und zum Standort Werdohl ausdrücklich gelobt.

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