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Festsaal Riesei

Vampirtheater vor leeren Rängen

12.02.2012 | 17:36 Uhr
Vampirtheater vor leeren Rängen
Kintertheater im Festsaal Riesei Der kleine Vampir

Werdohl. Rüdiger von Schlotterstein sorgte gestern im Festsaal Riesei für Applaus und jede Menge Lacher.

Leider verloren sich lediglich rund 70 Besucher, zumeist Eltern mit ihren Kindern, in den Weiten des Saals, der noch leerer dadurch wirkte, dass sich die Anwesenden auf die ersten beiden Reihen sowie die Schrägen ganz hinten beschränkten. Doch diejenigen, die den Weg nicht gescheut hatten, wurden durch zahlreiche Pointen des Schauspielerensembles „Theater auf Tour“ erheitert.

Nebel umwaberte Friedhofs-Szenen

Gespenstisch fing es an: Anton Bohnsack, gespielt von Peter Hochpöchler, las Gruselgeschichten in seinem Bett, als der kleine Vampir Rüdiger von Schlotterstein durchs Fenstern schneit. Der zu Tode geängstige Anton will das ganze zunächst nicht wahrhaben, freundet sich aber schnell mit dem Vampir an.

Durch das pfiffige Bühnenbild wurden die Schauplätze schnell gewechselt. So spielten die Szenen von Antons Eltern, die eigentlich jeden Samstag – sehr zum Missfallen von Vater Bohnsack – zum Tanzen ausgehen, im Wohnzimmer der Familie. Düster waren natürlich die nebelumwaberten Stücke auf dem Friedhof. Mucksmäuschenstill wurde es in den ersten Reihen, als Hans-Heinrich Geiermeier auf dem Friedhof erschien, wo die Schlottersteins ihre Gruft haben. Vom Arbeitsamt zum Friedhofswärter verdonnert, hat dieser sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Schlottersteinschen Friedhof zum ersten vampirfreien in Europa zu machen und macht fortan Jagd auf die Blutsauger. Auch Anton begegnet dem finsteren Gesellen, doch einen weiteren großen Schreck bekommt der Jugendliche, als er Rüdigers Großmutter begegnet, die sogleich frisches Blut riecht. Später lernt Anton die Familie von Rüdiger kennen. Rüdigers Schwester Anna verguckt sich sogar in den Menschenjungen.

Rund zwei Stunden begeisterten die Schauspieler Kinder wie Eltern und ernteten zur Pause großen Applaus.

Bereits am 8. März findet die nächste Veranstaltung des Kulturbogens statt: Die Liebeskomödie „Harry und Sally“ mit Tanja Szewczenko und Kenneth Huber in den Hauptrollen verspricht Romantik pur.

Mark Sonneborn

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