Unwetterwarnung weckt Erinnerungen
28.02.2008 | 20:14 Uhr 2008-02-28T20:14:40+0100Werdohl. (tat) Orkanartige Böen bis Windstärke 11 kündigt der Wetterbericht für die kommende Nacht und den morgigen Samstag an. Da werden Erinnerungen an "Kyrill" vor einem Jahr wach - und die Befürchtung einer Wiederholung.
"Ich habe da wenig Angst vor", erklärt jedoch Revierförster Frank Bossong. "Was sturmgefährdet war, ist bei Kyrill bereits gefallen. Jetzt kann es nur noch an den Rändern der abgerissenen Stellen kritisch werden. Dort wird vermutlich auch wieder einiges fallen, aber das sind nicht diese Massen", glaubt Bossong, diesmal mit einem blauen Auge davonkommen zu können - wenn die Vorhersagen tatsächlich eintreffen.
Der Wald hat in diesem Jahr einen Vorteil: Der Boden ist zwar nass, aber nicht so aufgeweicht wie vor einem Jahr. "Ich denke schon, dass der Boden das diesmal aushält und die Bäume halten kann", zeigt sich der Förster optimitisch.
Doch Gefahren bringt der Sturm nicht nur für den Forst mit sich. Dächer könnten abgedeckt, Stromleitungen unterbrochen und Straßenzüge durch umgestürzte Bäume nicht befahrbar sein. Deshalb ist man seit gestern auch bei der Kreisleitstelle sensibilisiert. "Es wurden sämtliche Ressourcen überprüft", erklärte Kreispressesprecher Hendrik Klein.
Die Feuerwehren seien ohnehin jederzeit einsatzbereit, aber auch die Personalstärke von THW und anderen Hilfsdiensten sei überprüft worden. "Wir haben aber noch keine Bereitschaft ausgerufen", betonte Klein. "Man bereitet sich einfach nur vor."
Ob Bereitschaft ausgerufen und ein kreisweiter Krisenstab gebildet wird, entscheidet sich am heutigen Morgen, wenn alle Verantwortlichen zusammenkommen und aktuelle Wetterberichte vorliegen.
Deswegen wartet man vor Ort auch noch entspannt ab: "Wenn es wieder so schlimm kommen sollte, werden wir uns kurzfristig zusammensetzen", erklärte Heinrich Dittmann für die Feuerwehr. Ähnlich sieht es bei der Werdohler Polizei aus. "Die Wache ist ohnehin rund um die Uhr besetzt", hieß es, "wir sind einsatzbereit."

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