TK Bilstein muss schwarze Null erreichen
01.12.2009 | 21:14 Uhr 2009-12-01T21:14:00+0100Für den Werdohler Automobilzulieferer ThyssenKrupp Bilstein Suspension ziehen dunkle Wolken am Himmel auf.
Bis Januar 2010 soll nach Betriebsratsangaben eine Zukunftsstrategie entwickelt werden. Einen Beschluss zur Aufgabe des Standortes gibt es bisher nicht, wie ThyssenKrupp mitteilte. Werdohl ist nach Gewerkschaftsangaben einer der kleineren von fünf deutschen Bilstein-Standorten. Neben dem Stammwerk Ennepetal wird in Hohenlimburg, Olpe und Mandern (Hunsrück) produziert. In Werdohl werden Schraubenfedern hergestellt. Gestern wurde die Belegschaft vom Betriebsrat über die Vorgaben informiert. Der Betriebsrat wurde nach eigenen Angaben am Freitag von der Bilstein-Geschäftsführung und einem Vertreter des Mutterkonzerns ThyssenKrupp in Kenntnis gesetzt. Danach gebe es wegen der Wirtschaftskrise Überkapazitäten. Der Betriebsratsvorsitzende Udo Böhme sagte gestern auf WR-Anfrage: „Wir müssen bis Januar ein Konzept vorlegen, um in Werdohl wieder auf eine schwarze Null zu kommen.” Sollte das nicht gelingen, sei nach Böhmes Einschätzung eine Aufgabe des Bilstein-Standortes Werdohl nicht auszuschließen. Anja Gerber von ThyssenKrupp teilte allerdings dazu mit: „Die Lage ist allgemein schwierig, aber es gibt keinen Beschluss für eine Schließung.”
»Zeitfenstersehr eng gefasst«
Gudrun Gerhardt, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Märkischer Kreis, sagte gestern: „Das Zeitfenster für ein neues Konzept bis Januar ist sehr eng gefasst. Wenn es eine Lösung gäbe, hätte man sie ja umgesetzt. Das beunruhigt mich.” In jedem Fall, so Gerhardt, werde die IG Metall die Entwicklung begleiten. Für sie stelle sich zudem die Frage, was mit der ebenfalls hier angesiedelten TK-Automotive (45 Arbeitsplätze) werde.

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