Suche nach Leiche geht weiter
29.12.2011 | 18:45 Uhr 2011-12-29T18:45:00+0100Werdohl.Die akribische Suche nach einem mutmaßlich leblosen menschlichen Körper in der Lenne blieb auch am zweiten Tag bis zum Einbruch der Dämmerung ohne greifbares Ergebnis.
Ein Personenspürhund hatte zwar am Mittag im Bereich Schlacht „eine Witterung aufgenommen“, wie Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski der WR bestätigte. Das Verharren des Hundes können aber auch durch Tierkadaver oder -blut ausgelöst worden sein. Taucher der DLRG aus Sundern und Werdohl stiegen daraufhin ins Wasser, fanden aber keine Hinweise.
Keine Verbindung zu Vermisstenmeldung
Seit 10 Uhr am Donnerstagmorgen bereits suchten 20 Einsatzkräfte des THW Balve aufgrund der vagen Hinweise vom Vortag den Flussabschnitt zwischen Höllmecke und Laufwasserkraftwerk Wilhelmsthal ab. Fußtruppen nahmen sich die Uferbereiche vor, die Fachgruppe Wassergefahren setzte am Viadukt in Ütterlingsen ein Mehrzweckboot und ein Ponton auf die Lenne. „Unsere Wassergruppe ist speziell dafür ausgebildet, auch bei starker Strömung zu fahren“, erklärte Roland Krahl, stellvertretender Ortsbeauftragter des Balver THW. Paddel und Stangen setzten die Helfer ein, um die Wassertiefen zu erkunden und gefahrlos fahren zu können.
Obwohl seit Mittwochnachmittag auch eine 81-jährige Frau aus Werdohl vermisst gemeldet wurde (siehe Infokasten), mochte die Polizei keine Verbindung zu der Suche in der Lenne herstellen. „Wir fahren zweigleisig“, sagte Dietmar Boronowski, „und suchen auch im typischen sozialen Umfeld einer 80-Jährigen“. Die Suche soll heute fortgesetzt werden. „Wir wollen alles probieren“, so die Polizei.
Hinweis kam von Spaziergänger
Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und THW suchte bereits am Mittwoch in Werdohl und in Altena mit Booten, Fußtruppen und einem Polizeihubschrauber mehrere Stunden lang nach einem leblosen Körper, der in der Lenne getrieben hatte.
Ausgelöst hatte den Einsatz der Hinweis eines Spaziergängers, der in der Lenne eine verdächtige Silhouette beobachtet hatte. Auf Fotos, die der Mann gemacht hatte, ließ sich nicht zweifelsfrei ausschließen, dass es sich dabei um eine Person handelt.

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