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Unfall

Stinkender Klärschlamm blockiert B 229

02.09.2010 | 19:34 Uhr
Stinkender Klärschlamm blockiert B 229
Ein Laster verlor seine Klärschlammladung. Die B 229 in Werdohl blieb stundenlang gesperrt. Fotos: Paffendorf

Werdohl.Die Fuhre mit Klärschlamm ergoss sich über die Bundesstraße 229 und sorgte für bestialischen Gestank. 100 Meter oberhalb der Gaststätte Haus Werdohl hatte sich die Heckklappe des Sattelzugs geöffnet. Der Fahrer (32) kam mit dem Lkw aus Warstein.

Für die Straßenreinigung rückte eine Spezialfirma aus Drolshagen an. Die Polizei sperrte die Unfallstelle in Werdohl und Neuenrade großräumig ab. Es kam zu zahlreichen Staus. Autofahrer und Anwohner im Bereich Neuenrader Straße und Eggenpfad klagten über starke Geruchsbelästigungen durch den ausgetretenen Klärschlamm.

Rund 100 Meter oberhalb der Gaststätte Haus Werdohl hatte sich am Mittag aus bislang ungeklärten Gründen die Heckklappe des Klärschlamm-Sattelzugs des Containerdienstes Balve geöffnet. Der Fahrer (32) kam mit der Fuhre aus Warstein und wollte zur Klärschlamm-Verbrennung ins Kraftwerk Elverlingsen.

SSpuren der stinkenden Masse.

Masse ergießt sich über Fahrbahn

Die Masse ergoss sich über die Fahrbahn und wurde von folgenden Autos über die Reifen weiter verteilt. Rund einen halben Kilometer später, kurz vor der Einmündung der B 229 in die B 236, hielt der Lkw-Fahrer schließlich an.

Bis dahin waren nach ersten Angaben bereits mehrere Tonnen Klärschlamm ausgetreten. Fahrzeuge, die von der Neuenrader Straße in die Neustadtstraße abgebogen waren, hinterließen auch dort bis zu 90 Meter lange Klärschlamm-Spuren. Der sich ausbreitende, penetrante Geruch war noch bis auf Höhe der Kirche St. Michael und am Eggenpfad wahrzunehmen.

Spezialisten-Einsatz koster 390 Euro pro Stunde

Der Feuerwehr-Löschzug Stadtmitte mit zehn Mann und drei Fahrzeugen sowie Mitarbeiter des Baubetriebshofes waren im Einsatz, um den Klärschlamm zu beseitigen. Zur weiteren Reinigung der Fahrbahn wurde die Firma Metras (Drolshagen) hinzugezogen. Der Spezialist ist bei Ölunfällen gefragt. Das Spezialfahrzeug fasst 1200 Liter Schmutz-Flüssigkeit.

Zunächst wird Wasser mit hohem Druck auf die Straße gespritzt, die dann hochkommende Flüssigkeit mit den Schmutzpartikeln wird abgesaugt. Der Einsatz kostete 390 Euro pro Stunde. Zunächst wurde der Bereich oberhalb Haus Werdohl gereinigt, um den Verkehr über die Neustadtstraße wieder zu ermöglichen. Erst am frühen Abend wurde die Bundestraße 229 wieder freigegeben.

Matthias Alfringhaus

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