Stadtfest soll Gesicht verändern
17.09.2011 | 18:00 Uhr 2011-09-17T18:00:00+0200
Werdohl.„Auf Dauer ist die bisherige Gestaltung des Stadtfestes nicht zu halten“, prophezeit Ingo Wöste, Geschäftsführer der Werdohl Marketing GmbH.
Nach dem Fest ist vor dem Fest: Seit dem Stadtfest 2011 sind rund hundert Tage ins Land gezogen und schon wird insbesondere seitens des Stadtmarketings angestrengt an den Planungen für das Stadtfest im nächsten Jahr gefeilt. Natürlich sollen dafür auch die Vereine mit ins Boot geholt werden – steht und fällt das Stadtfest doch seit Jahren mit dem Programm und Angebot, die HSV, Schützen und FSV auf die Beine stellen.
Am Donnerstagabend hatten Geschäftsführer Ingo Wöste und Susanne Macaluso vom Stadtmarketing zu einem ersten Vorgespräch ins Restaurant Vier Jahreszeiten eingeladen, an dem neben einigen Vereinsvertretern auch Bürgermeister Siegfried Griebsch teilnahm. Nicht anwesend zum Bedauern von Ingo Wöste die FSV Werdohl, eine der maßgeblichen Säulen des Stadtfestes.
Gewachsene Strukturen durch aktive Vereine
Wöste und Macaluso unterstrichen bei ihren Ausführungen das Ziel der Werdohl Marketing GmbH, die verschiedenen lokalen Akteure bzw. Vereine in der Stadt Werdohl zu vernetzen und bei ihren Aktivitäten zu unterstützen.
Die Werdohl Marketing GmbH sei in dieser Hinsicht Partner und Ideengeber und wolle sich aktiv einmischen, um langfristig ein Stadtfest für alle Altersklassen auf die Beine zu stellen. Die Experten in Sachen Stadtmarketing sind der Meinung, dass man bei zukünftigen Stadtfesten mehr bewegen könne, wenn von allen Beteiligten gemeinsam an einem Strang gezogen wird.
So sei das bisherige Konzept des Stadtfestes zu überdenken, um es für die Bevölkerung und auswärtige Gäste wieder attraktiv zu machen. „Wir dürfen uns nicht weiter gegenseitig zerfleischen“, forderte Ingo Wöste die großen Vereine auf, keine eigenen Wege zu gehen und sich in diesem Vorhaben einzubringen, auch wenn dies mit Blick auf die von HSV-Chef Detlef Stägert ins Feld geworfenen „gewachsenen Strukturen der Vereine“ zu Anfang sicher schwierig sei.
Das Stadtmarketing sieht die Zukunft des Stadtfestes in der Bündelung der gemeinsamen Aktivitäten und der Konzentration des (Bühnen)Programms an einem zentralen Punkt. Alle Zielgruppen sollen angesprochen werden – Kinder, Jugendliche, auswärtige Gäste, Partygänger und die Generation 60plus – für jede Altersgruppe soll etwas geboten werden, vom Stargast bis hin zu Aktionen für Alt und Jung.
Ehrgeizige Pläne der Werdohl Marketing GmbH, die auch die Dauer des Stadtfestes auf dem Prüfstand sehen wollen. Das Werdohler Eintages-Stadtfest sei in dieser Hinsicht weit und breit eine einmalige Sache – hatte nicht nur Bürgermeister Griebsch anzumerken.
„Andernorts wird zwei Tage und mehr gefeiert“, verweis er unter anderem auf die Nachbarstädte Plettenberg und Lüdenscheid. Hier wie dort habe man die gemeinsamen Aktivitäten gebündelt, die „Verteilung des Fells“, sprich der Einnahmen, ließe sich sicherlich zu aller Zufriedenheit regeln, munterte er auf, die am Donnerstagabend diskutierten Denkanstöße in weiteren Gesprächsrunden zu vertiefen.
Federführend hier sicherlich die Werdohl Marketing GmbH, die laut Ingo Wöste und Susanne Macaluso „am Ball bleiben wird“.

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