Neuer Bussteig für den ZOB
18.02.2010 | 20:04 Uhr 2010-02-18T20:04:00+0100
Werdohl. Wenn Werdohl mit dem Fahrplanwechsel zum 29. August seinen neuen Zentralen Busbahnhof als Treffpunkthaltestelle bekommt, werden zu den Hauptverkehrszeiten bis zu zehn Busse der MVG gleichzeitig am ZOB warten, um einen reibungslosen Umstieg zu ermöglichen.
Um ein Chaos beim Eintreffen und Abfahren der Busse zu vermeiden, muss ein weiterer Bussteig her. Hinzu kommt, dass künftig vermehrt Gelenkbusse eingesetzt werden sollen. Auf den Platzbedarf wies Peter Bökenkötter, Bereichsleiter der MVG, am Mittwoch im Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung hin.
Wie bereits berichtet, wird die Märkische Verkehrsgesellschaft den Linienverkehr in Werdohl und Nachbarstädten mit neuen Takten und Linien, aber auch Wegfall von Verbindungen neu konzeptionieren.
Teil des Konzeptes ist die so genannte zentrale Treffpunkthaltestelle. Weil die Zeit bis Ende August drängt, sei im Gespräch mit der Stadtverwaltung zunächst eine „Sparversion” für einen weiteren Bussteig vorgeschlagen worden. Hierfür will die MVG die Parkfläche vor dem Bahnhofsgebäude nutzen. Nötig seien lediglich Markierungen und „geringfügige Anpassungen”. Eine Alternativlösung an der Karlstraße auf der Seite zum Discounter-Parkplatz würde Verhandlungen mit Eigentümer Aldi nötig machen.
Große Bedenken gegen den Wegfall der Parkplätze äußerte die CDU-Fraktion. Der Parkdruck am Bahnhof sei heute schon hoch, zudem hielten dort häufig Reisebusse, führte Peter Werdes ins Feld. Dem schloss sich Friedrich-Wilhelm Middendorf von der WBG an. Jürgen Henke gab für die SPD-Fraktion indes grünes Licht: „Die Einziehung der Parkplätze vor dem Bahnhof tut zwar weh – aber welche Alternative haben wir denn?”
Bürgermeister Siegfried Griebsch plädierte für die „Übergangslösung”: „Weil sie uns wenig Geld kostet”. Die Haltestelle mit Umstiegsmöglichkeiten in alle Richtungen innerhalb weniger Minuten sei „für unsere ländliche Region ein erheblicher Fortschritt”.
Der sachverständige Bürger Thomas Benecke vermutete, es könne beim nahezu zeitgleichen Abfahren der Busse zu chaotischen Zuständen kommen. „In der Fahrpraxis testen”, erwiderte darauf die MVG – zu Chaos wolle man es gar nicht erst kommen lassen.
Letztlich sagte der Ausschuss zu, die Planungen der MVG zu unterstützen, eine Entscheidung soll der Rat am 22. März treffen.

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