Mit Karte und Kompass ins Grüne
03.08.2010 | 19:05 Uhr 2010-08-03T19:05:00+0200
Werdohl.Aus ihrem zweiwöchigen Sommerlager in Georgenberg an der tschechischen Grenze kehrten am Wochenende rund 50 Pfadfinder vom Stamm Stankt Michael nach Werdohl zurück. Das zeltlager stand unter dem Motto „Schmuggeltour 2010 – Vorsicht vor den Zöllnern“.
Highlights für die Pfadfinder waren die stufenübergreifenden Gruppenspiele, bei denen es darum ging, sich als echte Schmuggler zu beweisen, berichtete Pfadfinder-Leiterin Kathrin Breitung. So musste zum Beispiel in einem Wettbewerb Wasser mit Hilfe von Schwämmen transportiert und ein Schmugglerparcours mit verbundenen Augen gemeistert werden. Weitere Spiele: Bräterfahrt, Wassersackhüpfen und Schlauchbootfahren. Die beste Schmugglermannschaft erhielt eine Belohnung.
Spanferkel für hungrige
Schmugglerbande
Auch was einen echten Pfadfinder ausmacht, lernten die Kinder und Jugendlichen während ihres mehrtägigen Orientierungslaufes. Hierbei wurden mit Karte und Kompass die umliegenden Wälder erkundet, bevor es dann hieß, unter freiem Himmel ihre Zelte aufzuschlagen. Der Höhepunkt des Lagers war wie jedes Jahr das Bergfest, bei dem die einzelnen Zelte ihre eigene Vorführung gestalten mussten und am Nachmittag den anderen präsentierten. Es wurden Sketche, Lieder, Werbung, Pantomime und eine Talkshow vorgeführt. Zum Abschluss des Tages gab es für die hungrigen Schmuggler ein selbst gegrilltes Spanferkel. „Das haben wir beim Metzger bestellt“, berichtete Kathrin Breitung der WR. Beim Anblick des Ferkels auf dem Grill schauderte es manchen Kindern noch – zubereitet auf dem Teller ließen sich aber alle den Leckerbissen schmecken.
Besonders toll: Das Waldfreibad im Ort, nur 15 Treppenstufen entfernt vom Zeltlager, hatten die Werdohler Pfadfinder praktisch für sich allein – in Bayern waren noch keine Sommerferien. Ausflüge führten die Jüngsten, die Wölflinge (sieben bis zehn Jahre) nach Pilsen, und die Juffis (10-14 Jahre) und die Pfadis (14-16 Jahre) in der Stadt Weiden. Die Stammesältesten, die Rover, besichtigten das rund 200 Kilometer entfernte Prag.
Fazit aller Teilnehmer: Trotz einiger Regentage und vieler Mücken war es wieder eine tolle erlebnisreiche Fahrt!

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