Mit Hula-Hula durch die Lennefluten
07.09.2008 | 18:33 Uhr 2008-09-07T18:33:00+0200Werdohl. Die Ruderregatta des Werdohler Schützenvereins, die mit dem Sieg des Teams von BMW-Kaltenbach endete, hatte Samstag unter dem Wetter zu leiden. immerhin fiel sie nicht – wie der ein oder andere Teilnehmer – ins Wasser.
Auch die Begeisterung unter den Zuschauern an der Goethestraße hielt sich, anders als in früheren Jahren, in Grenzne. Ausgerechnet in der Nacht zuvor ließ kräftiger Sturzregen den Lennepegel stark ansteigen und sorgte so für eine starke Strömung, die das Rudern auf dem sonst träge dahinfließenden Flusses fast unmöglich machte. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung wegen des – noch höheren – Pegelstandes abgesagt worden. Die Verantwortlichen aus der Arbeitsgemeinschaft der Schützenkompanien entschieden sich diesmal für die Durchführung des nassen Spektakel. Die Regattastrecke war ohnehin leicht verkürzt worden und die Zuschauer sowie alle zehn Teams warteten auf den Start.
„An die Paddel – fertig – los”, hieß es dann mit kurzer Verzögerung in Höhe der Stadtbrücke. Ein klassischer Fehlstart des Bootes der Jungschützen und das unfreiwillige Bad zweier Teammitglieder veranlasste zu einer neuerlichen Änderung der Regeln. Nun wurden die Finalteilnehmer per Einzelstart in zwei Rennen ermittelt. damit fehlte ein gutes Stück der sonstigen Spannung und somit auch die nötige Unterstützung durch das Publikum. Die Zuschauer hielten sich beim Anfeuern merklich zurück und wanderte teilweise ganz vom Ort des Geschehens ab. Letztlich fuhren die Boote fast in „geschlossener Gesellschaft”, was der guten Laune der Teams aber keinen Abbruch tat. Spaß war besonders an Bord des Bacardi-Teams garantiert – eine Horde junger Männer, die im Hula-Hula-Look mit Baströckchen, Blumen-BH und toller Stimmung ins Boot stieg. Dafür gab es den 1. Preis für die beste Kostümierung und dieser wurde umgehend in eine Kiste „Gute-Laune-Wasser” umgesetzt.
Auch das Team der Mädchen des Reit- und Fahrvereins verdiente sich den Respekt der wenigen Zuschauer. Zielsicher bewegten sie ihr Boot auf dem schwierigen Parcours; ebenso wie die Oldies aus dem Versetal. Gestandene Männer im Alter von 60 und älter zeigten der Jugend mit einem schnellen ersten Durchgang, was eine Harke ist. Auf einen zweiten Start wurde zu Gunsten der Gesundheit verzichtet. „Schließlich wollen wir keine Seebestattung riskieren”, scherzten die Männer mit berechtigtem Stolz auf das Geleistete.

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