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Firma Schmidt-Strahl

Leuchtenbauer zieht es zum Rhein

16.02.2010 | 21:30 Uhr

Werdohl. Fast ein Vierteljahrhundert gibt es die Firma Schmidt-Strahl im Versetal. Wesentliche Firmenteile werden jetzt an den Niederrhein nach Meerbusch verlagert.

Geschäftsführer Christian Broyer verlagert Teile von Schmidt-Strahl nach Meerbusch. Foto: Fabian Paffendorf

Der Hintergrund ist eigentlich ein erfreulicher: Selbst in der größten Krise der Nachkriegszeit weitet Schmidt-Strahl seine Aktivitäten aus. Am 16. November letzten Jahres hat das Werdohler Unternehmen die Ernst Rademacher GmbH aus Meerbusch übernommen. Die Leuchtenfirma vom Niederrhein hatte im Juni 2009 Insolvenz angemeldet.

„Wir haben damals sofort gewusst: Das ergänzt sich ideal”, sagte am Dienstag Schmidt-Strahl-Geschäftsführer Christian Broyer. Die Erklärung mag sich für Laien banal anhören, für die Fachleute macht sie Sinn: Während in Werdohl eckige Leuchten aus Guss etwa für Fußballstadien produziert werden, kann die neue Firma künftig runde Leuchten mit Blechummantelung zum Beispiel für Straßenlaternen zuliefern.

Christian Broyer formuliert die neue Reichweite von Schmidt-Strahl so: „Wir können jetzt alles zwischen 35 Watt und 3500 Watt anbieten.” Zurzeit sei man dabei, einen gemeinsamen Katalog zu erstellen.

Die neue Stärke von Schmidt-Strahl hat für den Standort Werdohl allerdings Nachteile. Das komplette Büro mit seinen fünf Mitarbeitern soll an den neuen Standort nach Meerbusch verlagert werden. Betroffen sind die Bereiche Planung, Entwicklung und Vertrieb. Bis auf eine Ausnahme sei der bevorstehende Umzug jedoch weniger problematisch, sagt Broyer. Die meisten der betroffenen Mitarbeiter kämen ohnehin aus dem Ruhrgebiet und hätten zu beiden Standorten in etwa gleichweite Anfahrten.

Die Fertigung mit ihren sechs Mitarbeitern bleibt dagegen komplett in Werdohl. Mit den Jahren seien hier ein hoher Standard und optimale Betriebsabläufe erreicht worden. Diese Vorteile wolle man auch künftig nutzen, so Broyer.

Schmidt-Strahl vom Solmbecker Weg hatte nach eigenen Angaben zuletzt große Lichtprojekte wie das Niederrhein-Stadion Oberhausen, die Regenbogenbrücke Dortmund, die Museumsinsel Berlin oder Iserlohner Campus Symposium realisiert.

Matthias Alfringhaus

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