Lenne-Stauwerk wird saniert
08.04.2009 | 21:00 Uhr 2009-04-08T21:00:00+0200
Das Lenne-Stauwerk Wilhelmsthal kann saniert werden. Ein Abriss, wie zunächst befürchtet, ist nicht erforderlich, wie Mark-E-Sprecher Andreas Köster auf WR-Anfrage mitteilte. Der Stromversorger betreibt das Bauwerk.
Seit Herbst 2007 fließt die Lenne zwischen Schlacht und Wilhelmsthal auf einem niedrigeren Pegel. Nach Untersuchungen, unter anderem durch Taucher, ergab sich eine düstere Prognose durch einen ersten Gutachter. Danach war das Stauwerk angeblich so baufällig, dass auch ein Abriss in Frage gekommen wäre.
„Wir haben dann ein zweites Gutacher-Büro eingeschaltet, das weitere Details ermittelt hat. Jetzt steht fest: Wir können sanieren”, so Andreas Köster. Das sieht nach Kösters Angaben auch die Obere Wasserbehörde so: „Deren Prüfstatiker hat der Anlage Standsicherheit attestiert. Es sieht besser aus, als befürchtet.”
»Krise wirksam
entgegensteuern«
Die Sanierung sieht Verstärkungen und Ausbesserungen vor. Insgesamt, so Köster, liegen die Kosten im Millionen-Bereich. Das Stauwerk Wilhelmsthal wird also saniert. Das ist die gute Nachricht. Die Schlechte: Betreiber Mark-E kann noch keinen Zeitpunkt für die Sanierung nennen. Schuld daran ist unter anderem die Wirtschaftskrise. „Der Vorstand ist sich einig, dass wir wirksam entgegensteuern müssen”, sagt Andreas Köster. Im Klartext: Die Mark-E als Teil des Verbundes Südwestfalen Energie und Wasser AG (SEWAG) will und muss sparen. Die Bemühungen sind keineswegs aus der Luft gegriffen: „Wenn Großkunden ihre Produktion zurückfahren, haben wir weniger Einnahmen.” Neben der Krise beschäftigt die Mark-E noch ein anderes Thema: wegen bundesweit zu hoher Durchleitungsgebühren, so die Justiz, drohen Rückzahlungen an andere Anbieter, denen die Mark-E ihr Netz zur Verfügung stellt. Hier werden Rückstellungen gebildet, die die eigentlich gute Bilanz drücken. Zurzeit ist man dabei, Sparpotenziale zu ermitteln. Im Mai soll das Ergebnis vorliegen. Dann soll feststehen, wann das Stauwerk Wilhelmsthal saniert wird.

0mitdiskutieren