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Lebensretter am Strand von Amrum

26.09.2007 | 20:35 Uhr

Neuenrade. Dass nun auch die Amrumer wissen, wo die Stadt Neuenrade und die Ortschaft Altenaffeln liegt, ist zwei jungen Männern zu verdanken. Michael Köllner (16) und Kevin Weiß (18) verbrachten drei Wochen ihrer Sommerferien als Rettungsschwimmer in der

Bei der jüngsten Vorstandssitzung der DLRG-Ortsgruppe Neuenrade fand dieser Einsatz lobend Erwähnung. In einem Schreiben an den hiesigen DLRG-Vorstand lobte der zu dieser Zeit auf Amrum Dienst habende Wachleiter, Wolfgang Thiele, das Engagement der beiden Neuenrader Rettungsschwimmer.

"Das war eine tolle Sache", sind auch Michael und Kevin immer noch begeistert von ihrem Einsatz. "Wir haben da oben wettermäßig alles miterlebt, was geht", zeigen sich die Schwimmer besonders beeindruckt von den "fliegenden Strandkörben".

Sturm, Nebel, viel Regen, aber auch drei Tage super Badewetter mit überfüllten Stränden gehört nun zu dem wertvollen Erfahrungsschatz des Duos, das seine Erfahrungen nun an ihre Neuenrader Kollegen weitergeben kann.

Erstmalig hatten sich aus der Neuenrader Ortsgruppe in diesem Jahr zwei junge Männer bereit erklärt, einen Teil ihres wohl verdienten Urlaubs in den Dienst der Rettungsgesellschaft zu stellen.

Voraussetzung hierfür war, dass Michael Köllner den Rettungsschwimmer in Silber und Kevin Weiß diese Ausbildung sogar in Gold hat. Dazu mit einem Erste-Hilfe-Kursus und einer gründlichen theoretischen Ausbildung im Heimatverein waren die beiden bestens gerüstet.

Mit sechs weiteren Rettungsschwimmern aus Lippstadt und Bielefeld hatten die Neuenrader jeweils zu zweit drei Strandabschnitte in Süddorf, Nebel und den FKK-Strand zu beaufsichtigen. Passiert ist Gott-sei-Dank nichts - nur einmal musste Kevin eine Frau sanitätsdienstlich versorgen, die über nicht befestigte Bohlen gestolpert war.

So bestand der Dienst von 10 bis 18 Uhr darin, die Wasser- und Lufttemperatur zu messen und auf einer Tafel zu notieren. "Wir haben dann immer coole Sprüche dazu geschrieben", können sich die beiden an den Lieblingsspruch des Dienstleiters von Vasco da Gama erinnern: "Was soll die Furcht, es ist das Meer, das vor uns erzittert".

Die Warnflaggen hissen und natürlich auch den DLRG-Adler zum Zeichen, dass der Strandabschnitt bewacht ist, gehörte ebenso zu ihren Aufgaben. "Die Gemeinschaft hat uns vor allen Dingen gut gefallen", schwärmen die jungen Männer von ihrer Unterkunft im "Haus des Gastes". "Wir haben viele Kontakte geknüpft und uns über die Arbeit vor Ort ausgetauscht."

Nun warten die beiden schon gespannt auf die bundesweiten Ausschreibungen als Rettungsschwimmer für das nächste Jahr. Ob es dann wieder mit Zug und Schiff via Dagebüll nach Amrum geht, ist noch unklar. Eines ist aber klar: Los geht's auf jeden Fall.

Von Silke Kreikebaum

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