Kindermusical Frederick: "Wir brauchen etwas für das Herz"
23.10.2007 | 00:46 Uhr 2007-10-23T00:46:12+0200Werdohl. (bas) Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Frederick, der Maus. 1967 von Leo Lionni zu Papier gebracht, rührt sie bis heute die zarten Seiten des Lebens an. Eine Musicalversion des Kinderbuches gab es am Samstagmorgen in der Werdohler Stadtbüc
Unterstützung erhielt der Chor von Schülern der Musikschule Lennetal, die mit ihren Instrumenten den Gesang der Kinder untermalten. An einer Realschule in Neuss entwickelt, wurde das Musical im Rahmen des Projekts "Schule und Bibliothek" aufgeführt. Dicht gedrängt verfolgten Groß und Klein die wunderschöne Aufführung. Stühle und Sitzkissen reichten nicht aus, um dem Besucherandrang in der Bücherei Herr zu werden.
Das Kommen hatte sich aber auch wirklich gelohnt. Ob als Chor, Erzähler oder Schattenspieler hinter den Kulissen: es wussten alle Kinder zu überzeugen.
Und obwohl die Mikrofonanlage komplett ausgefallen war und ganz normaler Büchereibetrieb mit Ausleihe herrschte, konnten die Lied- und Wortbeiträge der Kinder bis in den hintersten Winkel der Bücherei mitverfolgt werden. Eine Bereicherung für das Auge war das von Kindern des Chores eingeübte Schattenspiel der Mäuseerlebnisse um den Helden Frederick hinter einem gespannten Leinentuch.
"Natürlich braucht man für das Leben Essen, Trinken und ein Dach über dem Kopf. Aber wir brauchen auch etwas für das Herz", hatte Marion Jeßegus das Publikum mit einleitenden Worten in die Geschichte um den kleinen Helden Frederick eingeführt.
Erst für einen Faulpelz gehalten, avanciert die kleine Feldmaus letztlich zum Helden. Alle Familienmitglieder sammeln im Herbst Körner, Nüsse und Schrot für den Winter. Fredericks Vorräte indes bestehen aus Sonnenstrahlen, Farben und Wörtern.
Und als im langen, kalten Winter die Essensvorräte zur Neige gehen, kann Frederick seine Gaben an alle Familienmitglieder weitergeben.

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