Killerwale stellen Rekord auf
05.09.2010 | 19:33 Uhr 2010-09-05T19:33:00+0200
Werdohl.„Auf Kurs .... wir sind auf Kurs!“ Nur zu gerne hätten es Samstag die Boote der Ruderregatta des Werdohler Schützenvereins mit den Strophen des Künstlers „Unheilig“ gehalten. Oftmals aber paddelten sie bei der Juxveranstaltung wie verwirrte Flusspiraten über die Lenne, steuerten unmotiviert die Ufer an und schienen sich gegenseitig entern zu wollen. Letztlich gelangten jedoch alle Boote mit Hilfe Neptuns oder sonst eines in der Lenne lebenden Wassergottes ins Ziel – die Einen mehr oder weniger schnell, die Anderen froh darüber, den Kurs doch noch gefunden zu haben und nicht gekentert zu sein. „Gleich Schritt halten ist einfacher als gleich Paddeln“ mussten etwa die gestandenen Männer der Reservistenkameradschaft Werdohl-Neuenrade einsehen.
Überaus spaßige
Gaudi für alle
Froh darüber, das „Abenteuer Wasser“ mit trockenen Knobelbechern beendet zu haben, marschierten sie anschließend in geordneter Formation zur (Schützen)Kantine, um sich dort nach überstandener Strapaze mit Bratwurst und Gerstensaft zu stärken.
Eine überaus spaßige Gaudi für Teilnehmer und Zuschauer war die Ruderregatta aber allemal, auch wenn teilweise verbissen und mit Haken und Ösen um jeden Lennemeter gekämpft, bzw. gepaddelt wurde. Jeweils zwei Boote fuhren dabei flussaufwärts zum Wendepunkt und wieder zurück und machten das Weiterkommen beim nass/fröhlichen Wettkampf im K.O.-System unter sich aus.
Besonders der Start der Boote hatte es in sich. Hier gab es so manches „Hauen und Stechen“ und ungewollte Wasserschlachten, wenn sich die Boote unfreiwillig ins Gehege kamen.
Endlich „auf Kurs“ mussten im direkten Vergleich die Paddelschläge koordiniert werden. Schließlich galt es bei der von der Arbeitsgemeinschaft der vier Kompanien des Vereins und den Jungschützen ausgerichteten Veranstaltung als Erster ins Ziel zu kommen und die Finalläufe zu erreichen.
Die Zuschauer verfolgten die Rennen auf der Lenne teils mit Spannung und teils mit lachenden Augen. Immerhin zehn Männerteams und dreieinhalb Damenteams (das Boot „Hauch von Arabien“ war eine mit jungen Männern besetzte Mogelpackung) sorgten so für ein lustig/sportliches Spektakel, das in den Endläufen mit den „Killerwalen“ seinen Sieger sah. Die jungen Männer des Plettenberger Kanuvereins schalteten auch im Endlauf den Turbo ein und stellten mit 1 Minute 55 Sekunden einen neuen Streckenrekord auf. Zweiter das Boot der Firma Kracht, das mit 3:12 Minuten klar das Nachsehen hatte. Dritte schließlich die im Halbfinale mit 2:17 Minuten unterlegene Crew von Unger Galabau, vor dem Badmintonteam des TuS Jahn Werdohl.
Bei den Frauen siegte das Boot „Lennergy & fitness“ vor den „Sonntagszicken“ und den „Schlafmützen“.

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