Kahlschlag am Kirchenpfad
21.02.2012 | 18:01 Uhr 2012-02-21T18:01:00+0100
Werdohl.Zwei Ahorne und drei Kastanien am viel frequentierten Verbindungsweg Kirchenpfad müssen aus unterschiedlichen Gründen gefällt werden. Das hat die Stadtverwaltung auf die Idee gebracht, dort gleich alle Bäume dem Erdboden gleichzumachen und neue anzupflanzen.
Der zuständige Fachbereichsleiter Bernd Mitschke sagte am Montag im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung: „Am Kirchenpfad wurden bereits Bäume gefällt. Wenn jetzt wieder welche gefällt werden müssen, bleibt das Ganze Stückwerk. Dann sollten wir lieber alle Bäume fällen und standortgerechte Bäume anpflanzen.“
Dass die Jahrzehnte alten Bäume am Kirchenpfad nicht „standortgerecht“ sind, habe, so Mitschke, der Sachverständige Michael Birke festgestellt. Birke untersucht seit Jahren den Baumbestand für die Stadt und gilt als verlässlicher Experte.
Drei Kastanien falsch beschnitten
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Cornelius Böttcher hinterfragt diese Bewertung: „Dass die Bäume nicht standortgerecht sind, hat sie nicht gestört, sich dort auszubreiten.“ Der Ausschuss wird sich bei einem Ortstermin vor der nächsten Sitzung informieren.
Definitiv gefällt werden müssen am Kirchenpfad drei Kastanien. Sie sind deshalb faul, weil sie vor Jahren falsch beschnitten wurden, wie Bernd Mitschke mitteilte. Zurzeit wird ermittelt, wer die Bäume damals bearbeitet hat.
Zwei Ahorne neben der so genannten roten Schule müssen ebenfalls weichen, weil dort ein Gerüst angebracht werden soll. Das Gebäude wird in diesem Jahr zu einer Kindertagesstätte umgebaut. Auf dem Vorplatz der roten Schule werden zwei Kastanien gefällt, weil sie einem Notausgang der künftigen Kita im Wege stehen.
Am Brüninghaus-Platz muss spätestens nächstes Jahr eine von vier Hainbuchen gefällt werden. Auch hier habe der Sachverständige Michael Birke einen negativen Befund erstattet. Dazu machte die Verwaltung im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung den Vorschlag, drei weitere Buchen und eine Eiche ebenfalls zu fällen, die in der direkten Umgebung stehen.
Damit würden unter anderem dann bevorstehende Planungen für die Neugestaltung des Brüninghaus-Platzes erleichtert.

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