Interesse an Integrationszentrum
08.02.2012 | 17:06 Uhr 2012-02-08T17:06:00+0100
Werdohl.Im neuen Teilhabe- und Integrationsgesetz der Landesregierung sind 54 Integrationszentren als Einrichtungen der Kreise vorgesehen. In Werdohl möchten SPD und FDP, dass in der Stadt ein solches Integrationszentrum eingerichtet wird.
Einen entsprechenden Antrag hatten beide Parteien in den Haushaltsberatungen im Hauptausschuss am 7. November 2011 gestellt. Die Entscheidung darüber, wo im Märkischen Kreis ein solches Zentrum eingerichtet wird, liegt nach Stand der Dinge allerdings noch in weiter Ferne.
Beim Kreis hat man noch keinen Antrag gestellt. Auch eine entsprechende Willensbekundung gegenüber dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) liegt zurzeit nicht vor, wie eine Sprecherin des Kreises mitteilt. Mittel für ein Integrationszentrum seien auch im Haushalt 2012 nicht eingestellt.
Beim Märkischen Kreis will man zunächst die Förder- und Ergänzungsrichtlinien, die das Gesetz begleiten, abwarten. Dann will man sich mit den Städten und Gemeinden ins Benehmen setzen, bevor der Kreistag über den Standort entscheidet. Anschließend soll beim Ministerium der Antrag gestellt werden.
Erste Zusagen könnten im Sommer vorliegen
Gut möglich, dass der Antrag aus dem Märkischen Kreis – vielleicht mit Werdohl als Standort des Integrationszentrums – dann ein wenig auf seine Bearbeitung warten muss.
Andere sind offenbar schneller. Eine Ministeriums-Sprecherin bestätigt auf WR-Anfrage: „Es gibt schon eine Reihe von Interessenbekundungen aus den Kreisen und Städten. Das Ministerium geht davon aus, dass die ersten Anträge kurz nach der Verabschiedung des Gesetzes eingehen werden.“
Erste Bescheide für die neuen Integrationszentren könnten, so die Sprecherin, dann im Sommer vorliegen. Es gibt also offenbar landesweit großes Interesse an den Integrationszentren. Deshalb meint der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler (SPD): „Der Märkische Kreis ist jetzt gut beraten, das Thema zeitnah auf einer Bürgermeister-Konferenz zu besprechen und den Antrag zu stellen.“

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