Grundschüler als klasse Vorleser
26.03.2009 | 18:18 Uhr 2009-03-26T18:18:00+0100
Astrid Lindgren hätte ihre helle Freude an den Schülerinnen und Schülern der katholischen Grundschule gehabt. Eine Woche drehte sich dort alles um das Thema Lesen.
Lesetagebücher wurden erstellt, eine überlebensgroße Pippi an die Treppenhauswand gepinselt, Kinderbücher wie der Michel oder die Brüder Löwenherz gelesen und besprochen und zu guter Letzt ein Vorlesewettbewerb veranstaltet.
Nach einem dreistündigen Vorlesemarathon stand gestern fest: Laura Bossong (1b), Kristina Tittel (2b), Sirka Fischer (3b) und Dana Glörfeld (4a) sind die besten Vorleser der katholischen St. Michael-Grundschule.
War das eine Aufregung, als die Schülerinnen und Schüler um 8.45 Uhr in den Vorleseraum einziehen durften, um den jeweils besten Vorlesern ihrer Klassen beizustehen.
Verdienten Beifall
für alle Finalisten
Schulleiterin Christel Kringe begrüßte alle Zuhörer und verbreitete die Nachricht, dass Laura Hermes, bis vor zwei Jahren noch Schülerin bei St. Michael, sich beim regionalen Vorlesewettbewerb als beste Vorleserin des Kreises durchgesetzt hat. Dieser zusätzlichen Motivation hätte es aber nicht bedurft. Die 16 Finalisten brannten auf ihren Einsatz.
Den Anfang machten die Erstklässler. Mit erstaunlichen Leseleistungen beeindruckten Gavin Schachel, Zoe Krismann, Alina Kuhn und die spätere Siegerin Laura Bossong, die eigentlich krank war, aber unbedingt mitmachen wollte. Es hat sich gelohnt. Gefeiert wurden bei der Bekanntgabe der Juryentscheidung alle vier Teilnehmer. „Ihr seid die besten Vorleser eurer Klasse. Da hat jeder einen kräftigen Beifall verdient", lobte Kringe.
Schwer machten die zweiten Klassen der Jury die Entscheidung. Florian Ditter, Annika Pinkawa, Maria Priolo und Kristina Tittel lagen in ihren Leistungen dichtauf. Kristina Tittel siegte ganz knapp.
Imponierend das Niveau der Drittklässler: Sirka Fischer las ihren Sams derart lebendig vor, dass ihr alle Zuhörer sprichwörtlich an den Lippen hingen. Michael Pirsch hatte sich seine Aufgabe unnötig schwer gemacht. Er vergaß sein Buch und musste notgedrungen einen unbekannten Text vortragen. „Echt cool, wie er das Problem löste”, fanden nicht nur seine Mitschüler. Mit gleichwertigen Leistungen überzeugten auch Lena Hempel und Larissa Schramm.
Die Kunst des Vorlesens am besten beherrschte gestern Dana Glörfeld, die sich gegen Vanessa Völlmecke, Jessica LiPira und Lea Möscheid durchsetzte. Nicht nur aus ihrem Buch „Die Delfine von Atlantis”, sondern auch einen unbekannten Text las sie betont und stimmungsrichtig so gut vor, dass man das Geschehen förmlich miterleben konnte. Eine Juryentscheidung wäre gar nicht nötig gewesen. Fast die ganze Jahrgangsstufe war sich einig: „Dana ist die Beste.”

0mitdiskutieren