Grünes W wirbt für Werdohl
08.05.2009 | 20:14 Uhr 2009-05-08T20:14:00+0200Werdohl. Das kunstvoll geschwungene, dem Lennelauf nachempfundene blaue W im Werbelogo von Werdohl steht nicht alleine da. Nur, die meisten Werdohler wissen das nicht.
Dabei ist das riesige W, das zurzeit das frische Grün der Laubbäume auf den Hang am Remmelshagen zeichnet, kaum zu übersehen. Es gehört gar nicht so viel Fantasie dazu, um aus dem vermeintlichen Flickenteppich von Laub- und Nadelbäumen den viertletzten Buchstaben des Alphabets zu erkennen.
Ein aufmerksamer Bürger machte die Rundschau auf das verkannte Naturschauspiel aufmerksam. Er habe gehört, dass nach einem großen Waldbrand am Remmelshagen vor vielen Jahren gezielt so aufgeforstet worden sei.
Ist das grüne W nun von Menschenhand gestaltet oder nur eine Laune der Natur? Die Rundschau hat recherchiert. Aber weder der stellvertretender Bürgermeister Heiner Burkhardt, der direkt unterhalb vom Remmelshagen wohnt, noch Museumsführer Dirk Hoffmann oder Hermann Vielhaber vom SGV versetal und auch nicht Bezirksförster Frank Bossong und sein Vorgänger Kurt Richter haben von einer solchen, gezielt in W-Form gehaltenen Aufforstung gehört.
Kurt Richter, von 1958 bis 1992 für Werdohls Waldpflege verantwortlich, erinnert sich wohl an den großen Waldbrand am Remmelshagen in den 60er Jahren, aber „von dieser Form der Aufforstung weiß ich nichts”.
Was also unterm Strich bleibt ist das grüne W, das nun zusammen mit dem blauen W Werdohls Anspruch als sympathische Kleinstadt mitten im Herzen des waldreichen Sauerlandes weithin sichtbar unterstreicht.

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