Graue Wölfe: Kein Kontakt
28.05.2008 | 20:35 Uhr 2008-05-28T20:35:23+0200Werdohl. Die Stadtwerke Werdohl haben die rechtsextremen türkischen "Grauen Wölfe" nicht unterstützt.
Das steht für den Aufsichtsratsvorsitzenden Willi Bettelhäuser und Geschäftsführer Dirk Selle nach einem Gespräch mit dem Vorstand des "Türkischen Sozialvereins Werdohl und Umgebung" am Montag fest.
Genau diesen Vorwurf hatte "Die Linke" im Märkischen Kreis Anfang Juni erhoben. Sie hatte kritisiert, dass die Stadtwerke offensichtlich eine Veranstaltung der "Grauen Wölfe" vor zwei Wochen in Lüdenscheid sponsere. Auf der Rückseite einer Einladung des türkischen Sozialvereins dazu sei eine Visitenkarte der Stadtwerke zu sehen.
In dem Gespräch am Montag hätte der Vorstand des türkischen Sozialvereins jedoch glaubhaft versichert, dass keine Verbindung zu den "Grauen Wölfen" bestehe, wie Willi Bettelhäuser gestern mitteilte. Der Werdohler Verein habe nach eigenen Angaben nichts mit der rechtsextremen Organisation zu tun. Deshalb seien die Vorwürfe der Kreis-Linken für ihn haltlos.
Der Verein habe zudem mitgeteilt, dass die von den Kreis-Linken ebenfalls genannte türkische Föderation geholfen habe, Kontakte zu den Künstlern herzustellen, die bei der Veranstaltung auftraten. Die Überschüsse würden in die integrative Arbeit vor Ort fließen.
Wie Bettelhäuser und Selle gestern weiter mitteilten, hätten sie in dem Gespräch aber auch deutlich gesagt, dass sie von jeglicher Geheimniskrämerei nichts hielten. Künftig werde man noch genauer prüfen, welche gemeinnützigen Zwecke die Stadtwerke unterstützten.

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