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Gesundheits-Check mit Schirm

09.09.2010 | 20:26 Uhr
Gesundheits-Check mit Schirm
Am Stand der AOK durfte das Gewicht eines gignatischen Kürbisses geschätzt werden.

Werdohl.Schirm oder nicht Schirm. Das war gestern die Frage. Sich den 2. Werdohler Gesundheitstag wegen ein paar Regenschauern entgehen zu lassen, kam für die Lennestädter dagegen nicht in Frage.

Vielleicht war es aber auch gerade das Schmuddelwetter, das überraschend viele Menschen in die Fußgängerzone lockte, um sich in Verbindung mit einem Marktbummel ein paar kostenlose Gesundheitstipps zu besorgen.

Viele kleine
Höhepunkte

Eine Hauptattraktion wie das Darmmodell im vergangenen Jahr gab es diesmal zwar nicht. Stattdessen hatten sich das Stadtmarketing und die Einzelhändler viele kleine Höhepunkte einfallen lassen.

Ob Hörtest bei Köttgen Hörakustik, nach dem es als Andenken Ohrstöpsel gab, Infos zu orthopädischen Schuhen bei Schuh Brockhaus oder Lungenfunktions- und Stress-Test am DAK-Stand – die Werdohler ließen sich nur kurz von den teils heftig hereinbrechenden Güssen bremsen.

Dann wurde eben an einem der überdachten Aktionsstände Schutz gesucht und die Zeit vielleicht für eine Nackenmassage genutzt, Kürbisgewicht-Raten mit der AOK gespielt, ein Imbiss-Stopp am Waffelstand von Lydia’s Bärentreff eingelegt, am Glücksrad Fortuna herausgefordert, was bis zum Nachmittag allein gut 300 Werdohler versuchten – oder man ließ sich, wie Bürgermeister Siegfried Griebsch, in der Stadtapotheke schnell mal den Blutdruck messen.

„Trotz des Wetters waren schon reichlich Leute hier“, erklärte Tina Herrmann vom DAK-Servicecenter noch weit vor Mittag. „Vor allem Damen sind an unserer Körperfettanteil-Messung interessiert.“

Und wer seinen – vom Tragen der Einkäufe – müden Händen oder seinem, von all den Infos brummenden Schädel eine Wohltat bieten wollte, konnte auch dies: bei einer Hand- oder Kopfmassage bei Friseur im WK. Über Berührungsängste hatte Chefin Anja Harraß-Mertins nicht zu klagen. „Die Leute zögern kurz wegen des Zeitfaktors, aber sonst genießen sie es.“ – Was ein kopfmassierter Herr, der eigentlich nur für einen Haarschnitt gekommen war, bestätigte: „Was gibt’s Netteres, als sich von Anja den Kopf massieren zu lassen?!“

Erfreut über das doch rege Interesse am Gesundheitstag, den es 2011 wieder geben soll, zeigte sich denn auch Andreas Haubrichs vom Stadtmarketing – und auch einigermaßen zufrieden mit dem Wetter: „Letztes Mal hatten wir Dauerregen.“ Und wie auf Stichwort ließ sich tatsächlich die Sonne blicken – zumindest für ein paar Minuten.

Simone Mylonas

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