Evangelische Grundschule soll zurück in die City
19.02.2010 | 18:47 Uhr 2010-02-19T18:47:00+0100Werdohl. Die Verlegung der Evangelischen Grundschule aus Ütterlingsen zurück in die Innenstadt ist eines der vorrangigsten Ziele der Werdohler Bürgergemeinschaft (WBG) in dieser Legislaturperiode des Stadtrates.
Bei der Jahreshauptversammlung seiner Partei betonte Vorsitzender Thomas Janikowski am Donnerstag im Haus Werdohl jedoch: „Mit einem einfachen Zurück ist es nicht getan. Die veränderten Mehrheitsverhältnisse im Rat machen auch eine Veränderung der Schullandschaft möglich.”
Neben der WBG hat sich auch die CDU-Ratsfraktion für ein Zurück der Grundschule in die Innenstadt ausgesprochen. Dabei wurde jedoch betont, die Eltern müssten dahinterstehen. Nach Informationen der WBG sei eine große Zahl der Eltern für das Zurück in die Innenstadt, wo seiner Meinung nach, so Janikowski, die Konfessionsschulen auch hingehörten. Der schulpolitische Arbeitskreis der Partei erarbeite zur Zeit ein Konzept, das Aussicht auf eine erfolgreiche Umsetzung biete.
Deutliche Worte fand Janikowski zum interkommunalen Gewerbegebiet Rosmart und favorisierte den Ausstieg Werdohls aus diesem Projekt. „Es entpuppt sich als Kostenfalle, die schnell zu einem Fass ohne Boden werden kann.” Allein in diesem Jahr müsse die Stadt Werdohl voraussichtlich 240 000 Euro aufbringen, um damit Finanzlöcher zu stopfen und weitere Kosten seien in den nächsten Jahren programmiert.
Sorge macht sich die WBG vor dem Hintergrund eines Verlustes von 1,4 Millionen im Jahr 2009 um den Erhalt der Stadtklinik. Mit aller Kraft will sie sich für die Sicherung einsetzen. Die Äußerung von Bürgermeister Griebsch vor der Presse, in der er sich nach einem Gespräch mit der Klinik-Geschäftsleitung beruhigt zeigte, kommentierte Janikowski: „Die Geschäftsleitung hat lediglich ihre Aussage aus der öffentlichen Ratssitzung im Festsaal Riesei wiederholt und keine Bestandsgarantie für die Stadtklinik Werdohl abgegeben. Uns, Herr Griebsch, beunruhigt das."
»Parteipolitische
Färbung in Vorlagen«
Zu den fehlenden Abrechnungen im Neubaugebiet Düsternsiepen fordert die WBG Siegfried Griebsch auf, die Verursacher zu nennen und die Karten auf den Tisch zu legen. Janikowski zweifelte auch die parteipolitische Neutralität des Bürgermeisters (SPD) an: „Verwunderlich ist, dass einige der letzten Verwaltungsvorlagen eine parteipolitische Färbung tragen.”

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