„Eine Silhouette im Wasser“
28.12.2011 | 16:20 Uhr 2011-12-28T16:20:00+0100
Werdohl.Ein in der Lenne treibender Körper löste am Mittwochmittag einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk aus. Die Einsatzkräfte konnten nach zweistündiger Suche weder eine Person noch ein sonstiges Objekt finden.
Um 11.05 Uhr hatte auf der Polizeiwache ein Werdohler seinen Beobachtungen im Bereich der Fischtreppe an der Schlacht gemeldet. Er gab auch einen Fotochip ab, den die Polizei auswertete. „Auf den Fotos war nicht zweifelsfrei zu erkennen, ob es sich um ein Stück Holz oder einen menschlichen Körper handelt“, sagte Norbert Pusch von der Polizeipressestelle zur WR. Vor Ort war auch „von einer Silhouette im Wasser“ zu hören. Wegen dieser Zweifel schaltete die Polizei die Werdohler Feuerwehr ein.
Die Alarmierung „Person in Wasser“ lief dann nach Plan. 35 Mann der Löschzüge Stadtmitte und Kleinhammer suchten den gesamten Bereich der Lenne zwischen Schlacht und Elverlingsen ab, wie Stadtbrandinspektor Manfred Theile erläuterte. Per Schlauchboot wurden die Uferbereiche abgesucht, Fußtruppen kontrollierten im Bereich Freibad und Steinbrink. Zwei Kameraden hielten sich in Überlebensanzügen (saugen sich nicht mit Wasser voll) bereit.
Sehr schnell war auch der Polizeihubschrauber „Hummel 6“ aus Dortmund-Wickede über der Lenne, der die Strecke dreimal abflog. Wegen zu großer Strömung konnte die Polizei dagegen keine Taucher und auch keine Spürhunde einsetzen. Sämtliche Wehre auf der Distanz, in Wilhelmsthal, Dresel (Uniwheels) und in Elverlingsen kontrollierte die Feuerwehr. Energieversorger Mark-E wurde verständigt, den Rechen des Laufwasserkraftwerks auf auffälliges Treibgut hin zu überprüfen. Alle Maßnahmen blieben ohne Ergenis.
Das THW aus Balve rückte später ebenfalls an, konnte wegen einbrechender Dämmerung aber nicht mehr in Aktion treten, wie Roland Krahl berichtete.
„Das, was machbar war, ist gemacht worden“, betonte Manfred Theile. Zwei Stunden nach der Alarmierung brach die Feuerwehr den Einsatz ab.

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