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Ein Stadt-Slogan, der gelebt wird

20.08.2011 | 10:00 Uhr
Ein Stadt-Slogan, der gelebt wird

Werdohl.„Leben, wo andere Urlaub machen“ – als Werbespruch für eine Stadt sicherlich eine geniale Idee. Könnte eine solche Reklame nicht auf den Werdohler Ortsschildern stehen? Der Landtag von Nordrhein-Westfalen befasst sich zurzeit jedenfalls mit dem Antrag, Zusätze auf den gelben Tafeln künftig zu erlauben.

In vielen Städten des Landes sind bereits kreative Köpfe am Werk: Münster – natürlich – will „Fahrradhauptstadt“ oder „Stadt des Westfälischen Friedens“ auf die Schilder pinseln, Tönisvorst am Niederrhein könnte sich wegen der enormen Ernte von jährlich 48 Millionen der Früchte den Zusatz „Apfelstadt“ vorstellen.

Und Werdohl? Bürgermeister Siegfried Griebsch zeigt sich offen für die Idee: „Wir machen uns ja laufend Gedanken, wie man Werbung für die Stadt machen oder ihr Image verbessern kann.“ Eine solche Werbung in eigener Sache sei Aufgabe des Stadtmarketings und auch des Cityumbaumanagers, der Anfang September in Werdohl seine Arbeit aufnehmen wird. „Dort wird man sich auch mit Kampagnen beschäftigen“, so Griebsch.

Info
Mitmachen und gewinnen

Die Lokalredaktion der WR ruft ihre Leserinnen und Leser auf: Schicken Sie uns Ihre Idee für einen treffenden Stadt-Slogan!

Ihren Slogan senden Sie – mit Name und Anschrift – an werdohl@westfaelische-rundschau.de oder per Post an Sandstraße 8; telefonisch unter  02392/9380-21.

Die eingereichten Leitsprüche für Werdohl sollen in einer Fotostrecke im Internet veröffentlicht werden.

Mitmachen lohnt sich: Unter allen Einsendern verlosen wir drei hochwertige Schreibsets.

Am liebsten wäre es dem Werdohler Verwaltungschef, wenn die Werdohlerinnen und Werdohler bei allen kreativen Aktionen aktiv mitmachten. Zusätze auf Ortsschildern seien auf jeden Fall „ein Gedanke, der sich lohnt, verfolgt zu werden“. Einen eigenen spontanen Vorschlag hätte Siegfried Griebsch auch schon: Wie wäre es mit „Stadt der Flusspromenade“?

Auch „Stadt der Lichtpunkte“ könnte auf den Schildern ein Alleinstellungsmerkmal Werdohls weithin bekannt und neugierig machen. Als „schöne Idee“ sieht auch Werdohls Stadtmarketingchef Ingo Wöste die neue Möglichkeit an. Wöste findet aber, dass Leitsprüche nicht nur einfach so aufgestellt werden dürften. „Es muss auch gelebt sein!“, sagt der Geschäftsführer der Werdohl Marketing GmbH.

Das Stadtmarketing selbst will schon bald Werbepylone an den Ortseingängen Werdohls aufstellen: Auf den großen Tafeln sollen dann künftig aktuell Termine für Festivitäten wie Stadtfest, Weinfest, Schützenfest, Apfelfest oder Bauernmarkt auch für Pendler, Gäste oder Durchfahrende weithin sichtbar sein. „Dazu würde ein Leitspruch auch gut passen“, kann sich Ingo Wöste mit der Idee durchaus anfreunden. Der Spruch müsse aber nachhaltig wirken, damit man ihn „nicht nach einem halben Jahr wieder abknibbeln muss“. Auch wenn die Fantasie für eine prosperierende Entwicklung vielen in der Stadt vielleicht derzeit noch fehle: „Ich glaube da fest dran“, betont Wöste. Das klingt nach dem künftigen Werdohler Werbespruch: „Stadt der Visionen.“

Übrigens: Der Spruch „Leben, wo andere Urlaub machen“ ist keine mutwillig auf Werdohl gemünzte Reklameaussage. Er stammt tatsächlich von einer früheren Kollegin aus der WR-Redaktion, die sechs Monate lang eine Zweitwohnung in Werdohl hatte. Sie verband Arbeit und Urlaub an einem Ort, an dem sie sich offenbar sehr wohlfühlte...

Marcus Land

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