Brummis rauben den letzten Nerv
19.07.2011 | 19:00 Uhr 2011-07-19T19:00:00+0200
Werdohl.Margrit Schade hat den Verkehr auf der Bundesstraße am Kettling über. 118 Lkw brausten am Montag an ihrem Grundstück vorbei und 225 Pkw – wohlgemerkt innerhalb einer halben Stunde.
Über den Verkehr hat sie vormittags eine Strichliste geführt, am Abend beklagte sie Lärm, Temposünder und Abgase im Werdohler Rat. „Es ist nicht möglich, ein Fenster zu öffnen“, berichtete sie Ratsleuten und Verwaltung. In ihren Augen handelt es sich bei den Lkw um „Mautpreller“, die die Autobahn umgehen.
Für Fußgänger sei der Überweg an der B236 mangels Ampel immer noch sehr gefährlich. Ein sicherer Übergang sei daher sicherlich angebracht, alternativ auch ein „Starenkasten“, der ja an anderer, nicht so gefährlicher Stelle (Stadtgrenze zu Plettenberg) aufgestellt werde.
„Da sind uns die Hände gebunden“, entgegnete Bürgermeister Siegfried Griebsch mit Blick auf die beklagte Lärmbelästigung, bei der B236 handele es sich um eine Verkehrsader für den Südkreis. In der Frage der Verkehrssicherheit könne die Stadt allenfalls bei der Kreispolizeibehörde vorstellig werden. Diese hatte auf Initiative der Familie Krähahn bereits vor gut drei Jahren den Verkehr am Kettling beobachtet und keinen Unfallschwerpunkt dort ermitteln können.
„Die Situation hat sich seitdem nicht verschlimmert“, sagte am Dienstag auf Anfrage der WR Erster Polizeihauptkommissar Josef Pille, Verkehrsdezernent der Kreispolizeibehörde. Der Verkehr auf der Bundesstraße habe zwar insgesamt zugenommen, nicht aber speziell durch Lkw. Während Josef Pille das Umgehen der Autobahn für die Brummifahrer als kaum lohnenswert, weil zu umständlich ansieht, hat Margrit Schade im Gespräch mit Fahrern anderes erfahren: Demnach wiesen Chefs die Lkw-Lenker an, Maut zu umgehen, sonst müssten die Fahrer die Gebühr aus der eigenen Tasche bezahlen.
Blitzkästen würden auf Anraten der Unfallkommission, der Vertreter des Märkischen Kreises, der Polizei und von Straßen.NRW angehören, installiert, erläuterte Josef Pille – für die B236 im Bereich Kettling gebe es hierfür aber keine Empfehlung. „Da muss schon mehr dazukommen als ein bisschen mehr Verkehr“, so der Polizeibeamte.
„Bis dort etwas
Schlimmes passiert“
Was Margrit Schade nicht minder ärgert: In den Abendstunden träfen sich häufig mehrere Autofahrer (mit „tiefer gelegten Fahrzeugen“, wie der Bürgermeister ihr wissend beisprang), um auf der Bundesstraße und der Gildestraße laut dröhnend mit Tempo 160 hintereinander weg ihre Runden zu fahren.
Petra und Olaf Krähahn hatten das Thema Fußgängerampel am Kettling sogar beim NRW-Verkehrsministerium vorgebracht. Sie seien dabei „vor den Kopf gestoßen worden“, sagte Petra Krähahn gestern zur WR. Ihre „guten Argumente“ für mehr Verkehrssicherheit seien nicht beachtet worden. „Es warten alle darauf, dass etwas Schlimmes passiert“, bedauert Petra Krähahn, die sich eine erneute Initiative mit betroffenen Anwohnern vorstellen kann.

23:09
Ups Heutenacht war Polizei unterwegs von Werdohl Richtung Kettling. Was haben die dort gemacht ?
Mal in den Verkehr geschaut, oder Nachtpause? Naja jedem nachjagen können sie nicht, aber helfen tut es schon!
14:50
für die anwohner am kettling wird nichts getan.
herr polizeihauptkommissar josef pille war bestimmt sehr lange nicht am kettling, der
lkw verkehr har sehr stark zugenommen.
bitte verbringen sie mal einen tag hier. sie werden
froh sein wenn sie wieder diesen schrecklichen ort verlassen dürfen.
00:18
Ja toll, schönes Wetter heute, ich kann meinen Zaun weitrstreichen, wenn mir der Verkehr nicht die Farbe vom Pinsel wegblasen würde.
Ehrlich, Motoradfahrer ballern ab 18:00 Uhr hier ein Wettrennen, Autofahrer hinterher.
Warum sollte ich tagsüber noch Geschwindigkeitseinhaltungen machen?
Wahrscheinlich habe ich eine falsche Einstellung
denn mit 110 km/h spare ich doch auf der Strecke Ohle - Werdohl durchweg Benzin oder?
22:45
Hallo, ich muss mich leider mal wieder melden!
Ich wollte eigentlich nur meinen Müll eben in die Mülltonne bringen. Drei PKWs kamen nacheinander von links. Der zweite überhlte knapp vor der Insel, der dritte überholte beide links von der Insel und der erste hat mir fast die Füsse abgefahren.
Meine Frage: Seit die B236 von Ohle Richtung Lüdenscheid eine Baustelle hat, rasen die meisten wie verückt über den Kettling. Kann das Herr Polizeihauptkommissar Josef Pille noch vertreten, wenn ich keine Füße mehr habe?
Mfg.
Jürgen Ruloff
01:56
Hallo,
ich wohne auch im Kettling und bin oft mit meinem Hund unterewegs, dem ich den Verkehr hier bestens beigebracht habe, sowie auch meinen Kindern, besser als man manchen Kindern es beibringen kann, so sehe ich es. Mein Kinder haben es ab 5 Jahren gelernt hier und mit dem Verkehr zrechtzukommen, und das war nicht immer leicht!
Aber was die letzte zeit hier abgeht ist wirklich total am Ende.
Hier wird bei Dunkelheit mit vollem Fernlicht und nach meiner Meinung nicht unter 9O km/h ca. durchgefahren. Zeitpunkt: zbs. 29.07.2011 01:00 Uhr.
Also darf man sich um diese Uhrzeit auf jedenfall hier nicht mehr drausen blicken lassen?
Obwohl es tagsüber oder besonders am Wochenende auch nicht besser ist!
Ergebniss, wir müssen die Kinder oder bezw. mein Hund nochmehr schulen. Das ist natürlich keine Sache der Behörden denn Sie wohnen ja nicht hier in draußen.
Es ist recht ruhig geworden mit der Blitzaktion! Das finde ich sehr gut.Ich wusste das die Unfälle überdemonsionale anwächst wenn man 18 Jährige einen Schlitten in die Hand drückt mit ca. 160PS. Aber was mich noch etwas nachdenklich machte, wenn ich sehe hier im Kettling die Insel soll für die Kinder da sein, O.K.
Wiso stehen dann Kinder auf der Insel und müssen warten bis kein Auto mehr kommt um weiter gehen zu können. Denn da hält keines an?