Arbeitsplätze
Bilstein-Betriebsrat kämpft um Standort
02.03.2010 | 16:13 Uhr 2010-03-02T16:13:00+0100
Werdohl. Für ThyssenKrupp Bilstein gibt es nach wie vor keinen Schließungsbeschluss. Das teilte eine Sprecherin des Konzerns auf WR-Anfrage mit.
Die Sprecherin verwies auf die allgemein schwierige Lage im Bereich der Automobilzulieferer. Vor diesem Hintergrund habe man bei Bilstein bereits Kurzarbeit angemeldet und Kapazitätsanpassungen vorgenommen. Man sei aber weiter mit dem Betriebsrat im Gespräch.
Im Herbst letzten Jahres war erstmals von Schwierigkeiten des Werdohler Werks von ThyssenKrupp Bilstein die Rede. Damals hieß es, es müsse bis Ende Januar 2010 ein Konzept vorliegen, wie das Unternehmen dauerhaft eine „schwarze Null” schreiben könnte.
»Termin für neue Aufsichtsratssitzung«
Gemeinsame Gespräche zwischen Bilstein-Geschäftsführung und Betriebsrat bestätigte auch dessen Vorsitzender Udo Böhme auf WR-Anfrage. Am morgigen Donnerstag kommt man erneut zusammen, um die Situation zu besprechen.
Böhme teilte auch mit, dass der Bilstein-Aufsichtsrat am heutigen Mittwoch, 3. März, zu einer Sitzung zusammenkommt. Der Betriebsratsvorsitzende rechnet allerdings nicht damit, dass heute die Entscheidung fällt: „Man könnte sich heute auf einen neuen Termin für eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung verständigen.”
Aus Böhmes Sicht ist man aber noch nicht am Ende der Gespräche zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat angelangt. Zusammen mit der Essener PCG Consulting will man einen neuen Fahrplan ausarbeiten, der zur Rettung des Werdohler Unternehmens beitragen soll.
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