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200 Mitglieder 7000 Stunden im Einsatz

20.06.2007 | 09:12 Uhr

Küntrop. "40 Jahre Schützenhalle Küntrop" feiert die St. Sebastian Schützenbruderschaft mit ihrem am Freitag beginneden Schützenfest. Einer, der damals maßgeblich bei der Grundsteinlegung dabei war, ist Klemens Stracke.

Der damalige Kassierer, spätere Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende der Bruderschaft hat die Eckdaten der historischen Ereignisse in der damals noch eigenständigen Gemeinde Küntrop nicht nur im Gedächtnis. Im Gespräch mit der Westfälischen Rundschau präsentierte Stracke ein wahren "Schatz" von Dokumenten.

Damit lässt sich dass Bauvorhaben von der Planung bis zur Fertigstellung nahtlos nachvollziehen: "Die 1920 gegründete Bruderschaft feierte seit Bestehen ihre Feste unter einem Zelt, bis 1960 auf Fuderholz Kamp und ab 1961 auf dem Hümling, wo bereits ein Restaurationsgebäude unter vielen Mühen und Opfern der Mitglieder auf dem Grundstück des Schützenbruders Otto Plassmann errichtet wurde." Das ist unter anderem auf der Urkunde der Grundsteinlegung aus dem Jahr 1967 zu lesen.

Für die Nachwelt erhalten auch folgender Text: "Der Wunsch einer Halle konnte dort nicht verwirklicht werden. Daher stellte die Gemeinde ein Grundstück auf der Dinneike zur Verfügung. Durch die Opferfreudigkeit der Schützenbrüder, die freiwillig 35 000 DM spendeten, und sich zu 5 000 freiwilligen Arbeitsstunden bereiterklärten, wurde neben einem Zuschuss der Gemeinde von 60 000 DM die Finanzierung der Halle gesichert. Am 24. Juli 1967 ist die Baugenehmigung erteilt worden und eine Woche später wurden die Arbeiten unter sachkundiger Leitung von Schützenbruder Theodor Helleckes begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 24. September 1967."

Das erste Schützenfest in der neuen Halle , so erinnert sich Klemens Stracke, fand im Juni 1968 statt. In diesem Jahr regierte Werner Helleckes. An seiner Seite stand Marlies Rath. Die endgültigen Kosten des Projektes bezifferte Stracke mit rund 200 000 DM. Darüber hinaus seien von den damals knapp 200 Mitgliedern circa 7000 Arbeitsstunden abgeleistet worden.

Geleistet wird auch in der Gegenwart noch vieles. Beispielsweise von den Jungschützen, die die Sektbar komplett renovierten, oder der Seniorentruppe. Die schloss pünktlich zum Schützenfest Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Herren-Toiletten und dem Essraum ab. Auch der Boden im Eingangsbereich wurde rechtzeitig erneuert. "Die anstehenden Außenarbeiten", so kündigte Vorsitzender Ralf Tönnesmann an, "werden gleich nach dem Fest in Angriff genommen." Das Schützenfest beginnt morgen um 17.45 Uhr mit dem Antreten bei Schweitzer. Es folgen König abholen, Ständchen beim Präses und Schützenmesse, 20 Uhr Festkommers, 21.15 Uhr Großer Zapfenstreich, anschließend Tanz.

Von Iris Scheuermann

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