15 000 Flyer werben für die Realschule
19.01.2012 | 19:56 Uhr 2012-01-19T19:56:00+0100
Werdohl.Die Städtische Realschule wirbt offensiv um Schüler aus Nachbarstädten: Heute sollen 15 000 Flyer, die zum Tag der offenen Tür der Schule am 4. Februar einladen, in Briefkästen in Werdohl, Neuenrade und Altena liegen.
Hintergrund für die Werbung ist das Vorhaben von Altena und Nachrodt-Wiblingwerde ab dem nächsten Schuljahr eine Sekundarschule aus ihren Haupt- und Realschulen zu bilden. Für Schulleiter Bernd Bunge tritt für den Fall der Genehmigung der neuen Schulform eine neue Sachlage ein: „Damit wären wir auf der Lenneschiene wieder zuständig, neben Hemer, für Altena.“
Voraussetzung sei aber, dass Mitte Februar ausreichend Schüler an der Sekundarschule angemeldet und damit die Realschule Altena auslaufen würde. Die Vorgehensweise sei auch mit Altenas Realschulleiter Heribert Hertel abgestimmt. Äußerungen der Werdohler Fraktionen in einer Schulausschusssitzung im November habe er „als Auftrag verstanden, dass ich in diesem Bereich aktiv werde“, so Bunge. Ziel für die Realschule sei „langfristig eine Zweizügigkeit zu halten“.
In den Klassen 5 und 6 besuchen derzeit 57 bzw. 54 Schüler die Realschule. Man sei sich bewusst, dass der Grundschultag am 4. Februar, an dem sich die Realschule Viertklässlern und ihren Eltern präsentieren will, zeitlich vor den Anmeldeterminen an der Sekundarschule liege. Man müsse aber wieder „in das Bewusstsein der Eltern“ kommen, so Bunge: „Diese Schule lebt davon, dass Eltern mit den Füßen abstimmen.“
Man vernehme auch Stimmen von Eltern, die für ihre Kinder weiter die Realschule wünschen. Das gelte auch für Neuenrade, wo 2011 eine Gemeinschaftsschule gegründet wurde. Die Realschule als Schulform habe nie in der Kritik gestanden. Man leide aber unter den aktuellen Entwicklungen. Bernd Bunge: „Ich hätte gern, dass wir wieder eine Größe werden.“

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