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Zum Glück fließt Blut in Strömen

28.05.2007 | 09:00 Uhr
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Rotes Kreuz bilanziert erneut hohes Aufkommen beim Spendetermin im Hotelrestaurant "Beckmannshof".Das Jahr 2007 lässt bislang auf eine positive Entwicklung hoffen

Klappern gehört zum Handwerk. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) macht da keine Ausnahme. Mit verschiedenen Aktionen bemühen sich die Rotkreuzler, Freiwillige zum Aderlass zu bewegen. Das wäre für den Termin im Hotelrestaurant "Beckmannshof" gar nicht notwendig, denn dort fließt das Blut im positiven Sinne in Strömen.

Thorsten Junker (38), stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes, bestätigt den Spitzentermin: "Unser Rekord liegt vor Ort bei 160 Spendern. Eine ähnliche Zahl dürften wir in diesem Jahr erneut erreichen." Seit vier Jahren bittet das DRK zum Aderlass im "Beckmannshof", und der Erfolg habe sich bereits bei der ersten Auflage abgezeichnet. Zum Vergleich nennt Junker das Aufkommen bei einem vergleichbaren Termin in der Kreisgeschäftsstelle an der Voedestraße: "Wenn wir dort 100 bis 120 Spender haben, ist das schon ein sehr guter Wert."

Die hohe Bereitschaft erklärt sich der 38-Jährige mit dem besonderen Ambiente. Die Verpflegung aus der Hotelküche spielt aus seiner Sicht auch eine Rolle. Inhaber Jörg Mucha (40) sponsert das Essen, am Pfingsmontag unter anderem Spargelcremesuppe, Currywurst und Kuchen. "Die Atmosphäre und der Name des Hauses machen viel aus", tippt der Inhaber. Im Rahmen des Spargelfestes wurde seinerzeit der Termin vereinbart. "Blutspende ist eine wichtige Sache. Natürlich ist es auch Werbung für mein Haus", nennt der 40-jährige Gastronom seine Motivation für das Engagement.

Eben diese Motivation könnte dem Verband angesichts regelmäßiger Meldungen über zu wenig Spender allmählich abhanden kommen. Weit gefehlt, lässt der stellvertretende Vorsitzende wissen: "Wir glauben, dass bei vielen immer noch Vorstellungen von dicken Spritzen und Ähnlichem im Kopf herumspuken. Deshalb macht die Werbung Sinn." Zumal das DRK einen Versorgungsauftrag zu erfüllen hat. Denn seit 50 Jahren ist der Verband in NRW dazu verpflichtet, die Blutversorgung sicherzustellen und den verantwortlichen Spendedienst entsprechend zu unterstützen. Außerdem rechtfertigen erfolgreiche Aktionen wie die Zusammenarbeit mit der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) den Aufwand.

Erfreuliches konnte Junker auch über die Entwicklung in 2007 mitteilen. "Bislang haben wir die Soll-Zahlen stets übertroffen und verzeichnen seit fünf Jahren erstmals einen positiven Trend in den ersten Monaten", stellt der 38-Jährige zufrieden fest. 815 Spender seien bei den bisherigen elf Terminen gezählt worden, darunter auch 81 neue "Lebensretter". Damit blickt das DRK insgesamt auf ein Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch von nichts kommt nichts, betont Thorsten Junker: "Gerade für die sehr guten Erstspenderzahlen unternehmen wir auch einiges. Der Verband spricht zum Beispiel gezielt Vereine an."

"Die Atmosphäre und der Name des Hauses machen viel aus."

Von Lars Karsten

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