Sicherheit
Zehnjähriger rettet Jungen vor dem Ertrinken
17.08.2010 | 17:27 Uhr 2010-08-17T17:27:00+0200
Wattenscheid.Justin Loosch hat einem Jungen aus der Schweiz in Sharm el Sheikh das Leben gerettet. Der Zehnjährige war beim Baden in dem ägyptischen Urlaubsort in starke Strömung geraten. Wie er reagieren muss, hat der Wattenscheider im Schwimmverein gelernt.
Es ist keine Frage des Alters, der Kraft oder der Körpergröße, ob man das Zeug zum Helden hat. Justin Loosch ist gerade einmal zehn Jahre jung und hat in Sharm el Sheikh einem Altersgenossen aus der Schweiz das Leben gerettet.
Justins Vater, Thomas Loosch, zählt zur Weltelite der Behindertensportler. 14 Medaillen hat er bei Paralympics und Weltmeisterschaften gewonnen, 22 Weltrekorde aufgestellt. „Das alles aber wiegt nichts im Vergleich zu dem, was mein Sohn geschafft hat“, sagt der 47-jährige Leichtathlet aus Wattenscheid. Und dann erzählt er, was sich beim einwöchigen Badeurlaub in Ägypten ereignet hat. „Justin und Matteo hatten sich angefreundet und sind zusammen schwimmen und tauchen gegangen. Doch gleich am zweiten Urlaubstag sind sie in eine so starke Strömung geraten, dass Matteo die Kraft ausgegangen ist und er unter Wasser geriet. Zum Glück hat mein Sohn die Nerven behalten und ihn sicher an Land gebracht.“
Justin mag gar nicht viel Aufhebens um seine tapfere Tat machen. „Ich trainiere schon seit drei Jahren beim Schwimmverein Delphin, und da habe ich im Vorbereitungskurs für das goldene Abzeichen gelernt, wie man Menschen aus dem Wasser retten kann. Das haben wir mit Puppen geübt, und so wusste ich auch ganz genau, wie ich Matteo helfen konnte.“
Der Zehnjährige erzählt: „Wir wollten in der Bucht vor unserer Hotelanlage die knapp vierhundert Meter lange Strecke zwischen zwei Stegen durchschwimmen. Als wir die Hälfte geschafft hatten, ist Matteo plötzlich ganz langsam geworden, hat dann den Schnorchel voller Wasser gekriegt und ist untergegangen. Mit einer Hand hat er mir dann gerade noch signalisiert, dass er in Not ist. Ich habe ihn dann auf den Rücken gelegt und ihn an Land bringen können. Dabei hat mir sehr geholfen, dass er ruhig geblieben ist und ich Flossen an hatte. Ohne sie hätte ich es vielleicht nicht geschafft, denn die Strömung war wirklich sehr stark.“
Thomas Loosch erinnert sich: „Die Jungen waren völlig ausgepumpt, als sie an den Strand kamen, und beide wollten erst einmal nicht mit der Sprache heraus rücken, was geschehen war. Gemeinsam mit Matteos Eltern haben wir ihnen dann sprichwörtlich die Würmer aus der Nase ziehen müssen. Vielleicht hatten sie Angst vor Schimpfe, weil sie sich auf ein so gefährliches Abenteuer eingelassen hatten.“
„Nein, wir hatten keine Angst, aber man macht um so was keine großen Worte“, wiegelt Justin ab. „Matteo war völlig fertig, und ich wollte ihn nicht in die Pfanne hauen oder mit dem, was ich gemacht hatte, prahlen. Das war doch selbstverständlich.“
Am Ende des Abenteuers in Ägypten steht der Beginn einer wunderbaren deutsch-schweizerischen Freundschaft. Thomas Loosch: „Wir haben vor dem Abflug ein Wiedersehen verabredet.“
09:33
Wer es glaubt wird seelig. Hat die Geschichte überhaupt mal jemand genau überprüft? Papa Loosch kann viel über seinen lieben Sohn erzählen. Gut das alles so weit weg war und das der gerettete aus der Schweiz kommt, da ist die Überprüfung schwieriger.
17:47
Gut, dass Justin an den Schwimmkursen vom SV Delphin teilgenommen hat und sich daran erinnern konnte, wie man in solchen Situation vorbildlich und sicher handelt, ansonsten hätte nicht nur in der WAZ gestanden, dass zwei zehnjährige Jungen aus Wattenscheid und der Schweiz bei einem Badeunfall in Ägypten ums Leben gekommen sind. Ihm wurde aber sicherlich auch beigebracht, dass man sich nicht leichtsinnig in Gefahr bringen sollte. Die Eltern können sich bei ihrem Sohn bedanken, dass sie sich keine Vorwürfe machen müssen, warum sie nicht besser aufgepasst haben. Justins Eltern sollten vielleicht nochmal über das Thema Aufsichtspflicht nachdenken!
10:31
Ein dickes Kompliment an den Jungen, der einen kühlen Kopf behielt. Ein ebenso dickes Lob an den SV Delphin 58, der dem Jungen das Schwimmen beibrachte. Immerhin der einzige Schwimmverein in Wattenscheid, der entsprechenden Unterricht anbietet. Eigentlich eine Pflichtaufgabe der Grundschulen, die aber kaum die Möglichkeit dazu haben.
07:58
Hey Justin,
super!! Ich finde es ganz großartig, was du getan hast!
Weiter so!!
21:46
eine gute leistung..
aber es zeigt mal wieder wie verantwortungslos eltern sein kann..
wie kann man zehnjährige in einem wasser mit starker strömung alleine schwimmen lassen???
irgendwie klingt das nach verletzung der aufsichtspflicht....
21:39
Justin, du hast einen klaren Kopf und echten Heldenmut bewiesen! Das du damit nicht prahlen willst, ehrt dich umso mehr.
Alles Gute für dich - und bleib wie du bist!
21:38
wie schön, so einen positiven bericht in der waz zu lesen, jedem negativen ereignis sollte meiner meinung nach ein positives gegenüber gestellt werden, die welt ist nicht nur schlecht! dem jungen mann herzliche glückwünsche zu seiner grossen tat. ulenfrau
20:51
Großartige und nicht immer selbstverständliche Leistung heutzutage!
Daher ist es wichtig, dass alle SchülerInnen am Schwimmunterricht teilnehmen und den Forderungen eines bestimmten Klientels nach Befreiung vom Schwimmunterricht aus mittelalterlichen Gründen nicht nachgegeben wird.
20:12
Bravo, das zeigt, wie wichtig es ist, schwimmen zu lernen.
19:59
Da kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen!!!!
Ganz großes Kompliment!!!
Und der Politik muss ich ins Stammbuch schreiben, dass aus meiner Sicht kriminell ist, wenn nicht ganz schnell wieder die Voraussetzungen geschaffen werden, dass wirklich allen Kindern schon spätestens in der Grundschule das Pflichtfach Schwimmen erteilt werden kann!!!