Zahl der exhibitionistischen Straftaten steigt an

Im Bereich des Bochumer Polizeipräsidiums sei kein exhibitionistscher Schwerpunkt feststellbar, betont Marco Bischoff von der Polizei-Pressestelle. Er sagt aber auch: „Tatsächlich hat es in Wattenscheid im bisherigen Jahresverlauf eine leicht angestiegene Zahl angezeigter exhibitionistischer Taten gegeben.“

Vor wenigen Wochen mehrmals in Höntrop, im März und nun wieder im Bereich der Innenstadt: Zwar geht die Polizei je nach Tatort und zeitlichem Zusammenhang von demselben Täter aus, doch eine Verbindung zwischen allen genannten exhibitionistschen Handlungen in der Hellwegstadt erkennt die Polizei nicht. „Trotz umfangreicher Ermittlungsmaßnahmen wie Zeugenvernehmungen, Lichtbildvorlagen, Umfeldermittlungen, verstärkte Fahndungsmaßnahmen und erhöhte Polizeipräsenz im Tatortbereich sowie Fahndungsaufrufe in der Presse hat sich bislang kein konkreter Tatverdacht gegen eine Person ergeben.“

So sei zwar keine Anhäufung dieser Taten zu vermelden, dennoch weiß die Polizei mitzuteilen, wie sich Opfer in solchen Fällen verhalten sollten: Geschädigte – insbesondere Kinder und Jugendliche – müssten die Öffentlichkeit, also umstehende Personen und andere Erwachsene, auf die Situation aufmerksam machen. „Das Tatgeschehen sollte dann schnellstens über den polizeilichen Notruf 110 gemeldet werden, damit sofortige Fahndungsmaßnahmen eingeleitet werden können“, rät Bischoff.

Da in fast allen angezeigten Fällen exhibitionistischer Handlungen die Täter Wert darauf legen, dass ihre Handlungen von den geschädigten Personen wahrgenommen werden, komme es nicht selten vor, dass die Geschädigten vom Täter angesprochen. „Dass Täter exhibitionistischer Handlungen weitergehende Handlungen gegenüber den Geschädigten ausführen, stellt die absolute Ausnahme dar“, stellt Marco Bischoff klar. Versuche, in Körperkontakt zu den Geschädigten zu treten – eventuell übergehend zu sexuellen Nötigungen – komme sehr selten vor.