Wohnhaus wird bald Flüchtlings-Domizil

Ins Haus Günnigfelder Straße 124, hinter dem Kreisverkehr Richtung Hordel, werden Flüchtlinge untergebracht.Foto:Haenisch
Ins Haus Günnigfelder Straße 124, hinter dem Kreisverkehr Richtung Hordel, werden Flüchtlinge untergebracht.Foto:Haenisch
Foto: Haenisch / waz fotopool
Was wir bereits wissen
Eigentümer renoviert Gebäude an der Günnigfelder Straße 124. Stadt mietet an. Arbeiten sollen im Frühjahr beendet sein. Dann können Familien dort einziehen

Knapp zwei Prozent (genau 1,9 Prozent/Stand Oktober 2014) der nach NRW kommenden Flüchtlinge werden Bochum zugeteilt. Wie berichtet, werden bald die Häuser an der Hohenstein- und Heimstraße in Leithe saniert. Im großen Haus in Günnigfeld an der Günnigfelder Straße 124 wird derweil jetzt schon fleißig gearbeitet. Das Amt für Soziales und Wohnen rechnet damit, dass im Frühjahr dort Asylbewerber einziehen können.

Im Gespräch mit Ute Bogucki, Amtsleiterin Soziales und Wohnen, erfuhr die WAZ, dass „wir das Wohnhaus mit 14 Wohnungen im Internet gefunden haben.“ Das war im Sommer vergangenen Jahres. Schnell habe das Amt reagiert und den Besitzer, einen Immobilienmakler, kontaktiert. Im Juli 2014 habe eine erste Begehung durch das Fachamt mit dem Eigentümer stattgefunden.

Bogucki: „Der Besitzer renoviert nun das Haus so, dass Flüchtlingsfamilien darin untergebracht werden können.“ Der Eigentümer stelle ein bezugsfertiges Haus zur Verfügung. „Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, die ersten Familien einziehen können, wird die Stadt Miete bezahlen.“ Der Mietvertrag wird über vier Jahre abgeschlossen. Bogucki schätzt, dass rund 80 Menschen in dem Haus leben können.

Rolf Zazemblowski, beim Amt für Soziales und Wohnen zuständig für die Beschaffung von Wohnraum für Flüchtlinge: „Die Umbauarbeiten sind schon weit fortgeschritten, neue Fenster sind eingesetzt, die Heizung läuft und im Untergeschoss ist schon tapeziert worden.“ Zazemblowski bestätigt, dass das Haus im Frühjahr bezugsfertig sein soll. Das Gebäude musste von innen entkernt werden, es habe viele Vandalismusschäden aufgewiesen. Ob es bei 14 Wohnungen bleibe, könne er derzeit nicht konkret sagen. Es könne sein, dass der Grundriss verändert worden ist.

Laut Amtsleiterin Bogucki „wissen wir noch nicht, welche Familien aus welchen Ländern einziehen. Die Zuweisungen gehen sehr kurzfristig vonstatten.“ Das Haus werde auch nicht von einem auf den anderen Tag voll belegt sein. Und: „Wir müssen schließlich auch schauen, dass die Familien zusammenpassen, bestimmte Nationalitäten nicht aufeinander treffen.“ Zunächst, im Oktober vergangenen Jahres, hieß es, dass vorwiegend syrische Familien in diesem Wohnobjekt ein Domizil finden.

Offen sind auf jeden Fall die ev. und kath. Günnigfelder Kirchengemeinden. Das haben sie bereits gegenüber Ute Bogucki signalisiert. Die Amtsleiterin: „Sobald wir genaueren Kenntnisstand haben, werden wir auch die Bevölkerung in Günnigfeld über die genaue Sachlage informieren.“