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19.08.2008 | 19:45 Uhr

Uwe Lührs vom Jugendamt sagt, der jüngste Fall sei nicht spektakulär aber kritisch

Uwe Lührs leitet das noch zwölfköpfige Team des Sozialen Dienstes im Rathaus. Foto: WAZ, Horst Müller

Der Soziale Dienst des städtischen Jugendamtes betreut die dreiköpfige Familie, deren fünfjähriger Sohn in der Nacht zum Montag von Polizeibeamten aus einer verwahrlosten Wohnung geholt worden war. WAZ-Redakteur Rolf Schulte sprach darüber mit Sozialarbeiter Uwe Lührs, Leiter dieser Dienstabteilung in Wattenscheid.

Wo leben die beiden Söhne und deren Mutter zur Zeit?

Lührs: Der fünfjährige Junge ist in einer Kinderwohngruppe außerhalb Wattenscheids untergebracht, sein kleiner Bruder bei Verwandten, die wir natürlich zuvor überprüft haben. Er ist ebenfalls nicht in Wattenscheid. Die 36 Jahre alte Mutter hat sich in ärztliche Behandlung begeben. Weitere Daten wie Adressen und Fakten darf ich Ihnen aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bekannt geben. Auch die Fallentwicklung kann ich nicht schildern. Sicher ist aber, dass die beiden Kinder kurzfristig nicht zu ihrer Mutter zurückkommen werden.

Wie lange ist diese Familie vom Sozialen Dienst betreut worden?

Lührs: Über mehrere Monate hinweg, und zwar durch einen Träger der freien Jugendpflege. Dabei werden der Familie Ziele vorgegeben, die zu verändern sind. Ziel jeder unserer Maßnahmen ist es, im Rahmen dieser Hilfe zur Selbsthilfe aus den bisherigen Umständen auszusteigen und das Leben wieder selbst bewältigen zu können.

Ist dieser am Montag bekannt gewordene Fall Ihrer Einschätzung nach spektakulär?

Lührs: Nein, spektakulär nicht, wohl aber kritisch. Die Wohnung, um die es dabei ging, war zwar verdreckt aber nicht vermüllt. Der Fund von Drogenspritzen durch die Polizei war für uns allerdings ein neuer Tatbestand. Unsere Aufgabe ist es, Kinder vor akuten Gefährdungspunkten zu schützen. Die hat es bis zum vergangenen Sonntag dort nicht gegeben. Insgesamt gesehen ist es ein Krisenfall, den wir aber nicht selten haben.

Können Sie konkrete Fall-Zahlen nennen?

Lührs: Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es in Wattenscheid etwa 30 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen durch das Jugendamt, in gesamt Bochum 150. In Wattenscheid haben wir insgesamt 250 Hilfsmaßnahmen durchgeführt, ambulant wie stationär.

Haben die Nachbarn, die in diesem Fall nach Mitternacht die Polizei alamiert haben, oder hat in anderen ähnlichen Fällen das soziale Umfeld richtig reagiert?

Lührs: Ja. Das Umfeld ist aufmerksamer geworden. Die Zahl von Anfragen und Hinweisen ist stark gestiegen. Wir gehen jeder Meldung nach. Jeder Fall wird dokumentiert und in einer kollegialen Reflektion bewertet. Weil der Arbeitsaufwand zugenommen hat, wird unser Team in Wattenscheid zum ersten Oktober von jetzt zwölf um zwei Mitarbeiter auf vierzehn aufgestockt.

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Kommentare
02.03.2010
22:32
Wir gehen jedem Hinweis nach
von Frank Saak | #4

Da heben wir es schon wieder, es ist mal wieder ein Kind ohne jegliche Begründung aus dem Haushalt der Oma vom Jugendamt Wattenscheid entführt worden, Es laufen mal wieder Geschäfte mit den Pflegeeltern.
Zuständige Person vom Jugendamt war mal wieder Frau Lorenz, die ja auch Bekannt dafür ist die Kinder aus den Haushalten zu holen.
Es wird zeit das dieser ****** Laden zu gemacht wird...

04.11.2009
23:45
Blockierter Kommentar.
von Frank Saak | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

04.11.2009
23:33
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

04.01.2009
23:45
Wir gehen jedem Hinweis nach
von Frank Saak | #1

Hier ist noch der Passende Einblick was für Inkompetente Mitarbeiter im Wattenscheider Jugendamt rumlaufen.
Ich könnte ja auch ein paar Namen mit Adresse von diesen Mitarbeitern hier Eintragen, aber das Behalte ich mir für meine neue Hompage vor.

So jetzt bitte Staunen.

http://www.faz.net/s/Rub867BF88948594D80AD8AB4E72C5626ED/Doc~E2C1D95CC933846CCA2764236754079C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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