Weltmusik reißt Publikum mit

„Banda Senderos“, eine internationale Band, die ihren Sitz in Essen hat, mischte mit fetten Bläsersätzen auf.
„Banda Senderos“, eine internationale Band, die ihren Sitz in Essen hat, mischte mit fetten Bläsersätzen auf.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Odyssee-Reihe mit „Doctor Krapula“ und „Banda Senderos“ eröffnet. Latino-Sounds und fette Rock-Musik. Zwei weitere Konzerte auf der Freilichtbühne

Es grenzt sicherlich nicht an Hochmut, zu behaupten, dass die Freilichtbühne eine der schönsten Open-Air-Lokationen weit und breit ist. Und wenn dann, wie am vergangenen Samstag, einem lauen Sommerabend, die Musik stimmt, ist das Publikum hingerissen. Das Funkhaus Europa (WDR) hat seine dreiteilige Odyssee eröffnet mit der kolumbianischen Band „Doctor Krapula“ und der internationalen Combo „Banda Senderos“. Also Weltmusik im Wortsinne. Und das Schöne der Odyssee-Reihe: Hier bleibt niemand außen vor, der Eintritt ist frei. Sicherlich auch ein Grund dafür, dass die Arena am Samstag sehr gut besucht war.

„Banda Senderos“, eine deutsche Cumbia-, Latin- und Global Pop-Band, deren Musiker aus Chile, dem Kongo, aus Polen und aus Deutschland kommen, gibt sich vielfältig. Mächtige Bläsersätze machen die Reggae- und lateinamerikanischen Rhythmen richtig fett, abgemischt mit elektronischen Beats und Bässen. Kennengelernt haben sich die Musiker an der Uni, jetzt leben alle in Essen – zwischen Rüttenscheider Stern und Südviertel. Die Combo hat gut vorgelegt, „Doctor Krapula“ konnte die Stimmung aufgreifen.

Eintritt ist jeweils frei

Aus Kolumbien kommt die Band „Doctor Krapula“ und hat sich dem Amazonas verschrieben. Auf ihren Tonträgern dokumentieren sie die Ahnengesänge der Indigena-Stämme und die Einnahmen aus dem CD-Verkauf gehen an eine Organisation, die sich dem Erhalt der Amazonas-Kultur verschrieben hat. Derzeit wird ein Schiff gebaut, das als ökologische Bibliothek von Dorf zu Dorf schippern soll, um ökologische Aufklärungsarbeit zu leisten.

In der Besetzung Gesang, Gitarre, Bass, Keyboards und Schlagzeug beherrscht die Combo sämtliche Stilrichtungen, vom metallischen Rock, über Ska bis hin zu Reggae und bestem Pop.

Macher der Odyssee ist ein Verbund aus WDR, Bahnhof Langendreer und auch des Bochumer Kulturbüros. Diese Gemeinschaft setzt auf Weltmusik.

Am kommenden Samstag, 18. Juli, ab 19.30 Uhr treten „Bukahara“ und „Riders Connection“ auf. „Bukahara“, das sind vier Musikstudenten aus Köln und Berlin, die Balkansounds, Folk und Einflüsse aus Arabien mischen, beeinflusst vom Gipsy-Jazz. Bei „Riders Connection“, einem Trio aus Berlin, werden Elemente aus Rockmusik und Blues mit leichtem Reggae-Offbeat, Folk und Pop-Rhythmen zusammengebracht.