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Watt'o'Polis - eine einladende Stadt

17.02.2008 | 17:37 Uhr

Auf Initiative der Bezirksverordneten Svenja Flöring findet die erste griechisch-deutsche Kulturnacht mit Paradoxon-Klangorchester, Byzantinischem Chor und Junger Chorgemeinschaft statt

Watt'o'Polis! So ist die erste griechisch-deutsche Kulturnacht in Wattenscheid überschrieben. Und nach Ansicht von Konstantinos Andrikopoulus ist der Titel durchaus treffend gewählt: "Watt'o'polis heißt, das ist eine für alle Menschen begehbare, einladende Stadt", übersetzt der Chef des Paradoxon-Klangorchesters, das aus Griechen und Deutschen besteht.

Trotz der verbalen hellenistischen Vorschuss-Lorbeeren mag die für den 19. April (Samstag) geplante Kulturnacht manchem Zeitgenossen derzeit ein wenig spanisch vorkommen. Denn noch ist keine endgültige Entscheidung über den Veranstaltungsort gefallen. "Wir könnten uns sehr gut eine Kirche in der Innenstadt als Begegnungsraum vorstellen", sagt Svenja Flöring. "Derzeit führen wir Gespräche mit der Evangelischen Gemeinde, die wir auch gerne als Kooperationspartner gewinnen würden."

Die Bezirksverordnete der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft (UWG) hatte schon vor einiger Zeit die Idee für "Watt'o'Polis" geboren und war damit im Stadtteilparlament und im Ausschuss des Rates für Migration und Integration auf offene Ohren gestoßen. Beide Gremien unterstützen die deutsch-griechische Kulturnacht in Wattenscheid mit insgesamt 2000 Euro.

Die Affinität von Svenja Flöring für die griechische Kultur kommt übrigens nicht von Ungefähr. Im Rahmen ihres Lebensmittel-Technologie-Studiums absolvierte die 27-jährige Wattenscheiderin ein einjähriges Betriebspraktikum in einer Athener Fabrik für Feta-Käse. "Das Land und seine Leute haben mich einfach fasziniert. Als ich dann später Konstantinos Andrikopoulus und das Paradoxon-Klangorchester kennen lernte, bekam meine Vorstellung von einer griechisch-deutschen Kulturnacht in Wattenscheid Konturen."

Die musikalische Programm-Gestaltung des Abends übernehmen das Paradoxon-Klangorchester, der Byzantinische Chor Enorias Agion Apostolon Dortmund und die Junge Chorgemeinschaft Wattenscheid unter Leitung von Gudrun Stumpf. Konstantinos Andrikopoulus (44), der sehr experimentierfreudig ist, lädt ein: "Wer musikalisch oder tänzerisch an einer spontanen Session nach unserem Konzert teilnehmen möchte, bringt einfach sich, seine Stimme oder ein Instrument mit."

Der hellenistisch-deutsche Kulturaustausch soll allerdings nicht nur auf musischem Wege praktiziert werden. Svenja Flöring erläutert: "Der Abend soll auch Wattenscheider Gewerbetreibenden mit einem Bezug zu Griechenland die Möglichkeit bieten, sich am 19. April zu präsentieren." Ansonsten gibt die UWG-Bezirksverordnete die Losung aus: "Menschen, die etwas tiefer in die Kultur Griechenlands blicken oder einfach mit uns auf griechisch einen Abend genießen und feiern möchten, sind dazu herzlich eingeladen."

Info/Kontakt: Tel: 790575 oder via internet unter svenja@floering.net

Von Ferdi Dick

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