Wattenscheider Fahrradbörse auch zum zehnten Mal erfolgreich
03.04.2011 | 15:00 Uhr 2011-04-03T15:00:00+0200
Wattenscheid.Strahlender Sonnenschein und strahlende Gesichter - auch zum zehnten Mal war die Fahrradbörse von terre des hommes ein voller Erfolg. Exakt 1336,70 Euro beträgt der Erlös.
Das Geld wird an ein Projekt in Bolivien (Cochabamba) gespendet, das Straßenkindern Auswege aus ihrer Situation zeigt. Damit konnten seit Beginn der Fahrradbörse auf dem Gelände der Hauptschule insgesamt knapp 9700 Euro für den guten Zweck gesammelt werden.
„Wir hätten zwar unser Ziel, mit der zehnten Börse die 10 000-Euro-Marke zu knacken, gerne erreicht, aber dafür konnten wir acht neue Helfer gewinnen, was ein sehr gutes Ergebnis auch für die Zukunft ist“, berichtet Christiana Obermüller, Ansprechpartnerin von terre des hommes, zufrieden. „Die Stimmung auf dem Schulhof der Liselotte-Rauner-Schule war auch super. Als wir im Herbst den Termin ausgemacht haben, war ich anfangs, ehrlich gesagt, etwas skeptisch, die Fahrradbörse schon am 2. April zu veranstalten und hatte Angst, dass das Wetter uns einen großen Strich durch die Rechnung macht. Aber Petrus scheint auf unserer Seite zu sein.“
Von der Fahrradbörse profitieren alle
77 Räder wurden zum Verkauf angeboten, davon sind 15 gespendet worden. Insgesamt haben am Ende des Tages 66 Fahrräder einen neuen Besitzer gefunden, außerdem wurden auch gut 30 Roller, Dreiräder oder Kindersitze angeboten. Von den Rädern, die nicht verkauft werden konnten, wurden neun von ihren Besitzern wieder abgeholt, die restlichen zwei bekam der Verein für Integrative Arbeit.
Als eine „Win-Win-Situation“ sieht Christiana Obermüller die Fahrradbörse. „Viele Leute wollen im Moment leider nur wenig von Entwicklungspolitik hören. Aber die Börse ist nicht nur eine Wohltätigkeitsveranstaltung, sondern auch für die Bevölkerung hier eine gute Sache. Die Räder werden vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub unter die Lupe genommen. So kann man relativ günstig ein gutes Rad bekommen“, erklärt Obermüller, die die Idee vor zehn Jahren von der terre des hommes-Arbeitsgruppe in Dortmund übernommen hat.
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