WAT-Kulturnacht bietet Vielfalt

Der Auftritt von Watt'n Zirkus auf der Kirchenburg.
Der Auftritt von Watt'n Zirkus auf der Kirchenburg.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid.. Ein vielseitiges Programm bot die 8. Wattenscheider Kulturnacht an drei Spielstätten rund um den Alten Markt. Da fiel den Besuchern die Auswahl nicht leicht, wer viel sehen wollte, huschte mehrmals über den Alten Markt – kein Problem angesichts der kurzen Wege und des schönen Wetters.

Die Veranstalter atmeten am Freitagabend tief durch, denn von dem in Landesteilen angekündigten Unwetter war nichts zu spüren. Als gegen 23 Uhr die Weltmusik-Gruppe „Grenzen.Lose Musik“ ihren stimmungsvollen Auftritt und damit die Kulturnacht beendete, saßen und standen noch viele Besucher auf der Kirchenburg und spendeten reichlich Applaus.

Den Gästen wurde einiges geboten an den drei Spielorten: kath. Propsteikirche/Kirchenburg/Gemeindesaal sowie Alte Ev. Kirche/Gemeindezentrum und in der Stadtbücherei.

Ein Hingucker unter freiem Himmel war der Auftritt der Maria Sibylla Merian-Gesamtschüler von „Watt’n Zirkus“, die artistische Einlagen in Hülle und Fülle boten. Gewohnt heiter ging es beim Improtheater „DelikatEssen“ zu.

Lokale Akteure

Musikalische Beiträge lieferten das Bandprojekt X-Vision Ruhr sowie das Zupforchester und Bläserensemble der Musikschule Bochum. Unter dem Motto „Eine kleine Weltmusik“ boten in der Propsteikirche u.a. Orchester der Märkischen Schule, Emek Chor, Junge Chorgemeinschaft und Taner Celik-Ensemble eine Rundreise durch Kulturen, Religionen und Traditionen, begleitet von Textbeiträgen. Lesungen von Reinhard Junge, Monika Buschey, Waldemar Mandzel, Ulrike Kappert und Kemal Yalcin gehörten ebenso zum Programm wie ein Vortrag von Stadtarchivar Andreas Halwer, der beim Thema kommunale Neugliederungen in Wattenscheid auf 200 Jahre zurück blickte.

Zum Rundgang lud erneut die Ausstellung des Künstlertreffs Wattenscheid ein; dessen Baumwolltaschen, bedruckt mit Stadtmotiven, waren übrigens einmal mehr ein Verkaufsschlager.

Alle Programmpunkte zu besuchen, war aus zeitlichen Gründen kaum möglich; man musste sich entscheiden. Was manchmal als störend empfunden wurde, war das akustische Abfärben von nebeneinander gelegenen Veranstaltungen.

Das überarbeitete Kulturnacht-Konzept sah vor, auf das Wattenscheider Rathaus als Schauplatz zu verzichten, ebenso auf das Abschlussfeuerwerk. Der Eintritt war diesmal frei.