„WAT für WAT“-Benefizturniere fallen dort aus

Die Sportplätze Dickebankstraße
Die Sportplätze Dickebankstraße
Foto: Hans Blossey

Wattenscheid..  Die 220 000 Euro, die die Stadt vor über zwei Jahren für die Sanierung des Ascheplatzes Dickebankstraße in Aussicht gestellt hatte, waren damals nicht als Posten im Haushalt geparkt worden; dazu hätte auch ein Beschluss des Fachausschusses vorliegen müssen. Das erklärt Klaus Retsch, Leiter des Sportamtes. Die Mittel könnten nicht einfach von einem Jahr aufs andere übertragen werden. Damals sei man im festen Glauben gewesen, dass das Kunstrasenprojekt mit dem Geld aus dem Grundstücksgeschäft (die Großbäckerei Bereket wollte einen Teil der Sportplatzfläche kaufen, um zu erweitern) und den dann eingesparten Sanierungsmitteln hätte realisiert werden können. Die Ascheplatz-Sanierung an der Dickebankstraße – vom Verein Schwarz-Weiß Wattenscheid 08 jetzt vehement gefordert – sei weiterhin nötig, betont Retsch. Das sei in der Sportstättenentwicklungsplanung berücksichtigt. Doch wann dafür Mittel bereit gestellt werden können, sei unklar. Hier müsse die Politik unter Berücksichtigung der gesamtstädtischen Prioritäten und der Haushaltslage entscheiden.

Schwarz-Weiß Wattenscheid 08 zeigt sich über das Aus fürs Kunstrasenprojekt – wie berichtet – maßlos enttäuscht. Der Verein ist zudem auf die beteiligten Ämter der Stadt nicht gut zu sprechen, die internen Absprachen seien mangelhaft gewesen. Man habe den Vorstand glauben lassen, dass das Kunstrasen-Projekt schon in trockenen Tüchern sei. „Das war nicht nur eine Idee, wie von der Stadt jetzt behauptet, sondern ein in vielen Sitzungen erarbeitetes Konzept“, betont Vorsitzender Wilhelm Peters. Man investiere viel ehrenamtliche Arbeit, um den Verein im Senioren- und Nachwuchsbereich konkurrenzfähig zu halten, das werde offenbar nicht honoriert. „Ich bin einfach nur maßlos enttäuscht und erwarte von der Stadt überhaupt nichts mehr.“

Die Stadt hat eine Ordnungsverfügung nach den Anwohnerprotesten erlassen, demnach wurde dem Verein und allen Nutzern Auflagen gemacht: keine Musik, keine Lautsprecherdurchsagen, keine private Nutzung der Vereinsheime.

Das Benefizturnier des Vereins „Wattenscheider für Wattenscheid“ an der Dickebankstraße kann damit künftig dort nicht mehr stattfinden – es wäre im nächsten Jahr die 20. Auflage. Die Veranstalter betonen, stets alle Genehmigungen eingeholt und die Auflagen befolgt zu haben. „Eine Entscheidung, wie es nun weitergehen könnte, muss vernünftig und in Ruhe abgeklärt werden“, so „WAT für WAT“.