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Wähler-Gemeinschaft thematisiert "Edelbrachen"

13.10.2008 | 20:55 Uhr

Frage an die kommunale Verwaltung nach der Vermarktung von Flächen am Alten Markt, an der Post und an der Freiheitstraße

Die Unabhängige Wähler-Gemeinschaft (UWG) lässt in Sachen "Edelbrachen" nicht locker. Konkret geht es in einer Anfrage der Fraktion im Rat um die Vermarktung von brach liegenden Grundstücken. Im Detail spricht die UWG die Areale Freiheitstraße 3, Alter Markt 8 und die Fläche neben der Post an der Hochstraße an.

UWG-Fraktionschef Klaus-Peter Hülder erinnert an die langjährigen Bemühungen der Bezirksvertretung und der Verwaltung, die Flächen vernünftig zu bebauen und damit das Stadtbild aufzuwerten. Einen von der UWG favorisierten möglichen Ankauf der Brachen durch die Stadt zwecks Selbstvermarktung schließt der Rat bislang aus.

Hülder: "Gelegentlich hörte man den mit einem Achselzucken unterlegten Hinweis: Solche Grundstücke finden Sie in allen Stadtteilzentren, eine aus Sicht unserer Fraktion nicht wirklich befriedigende Antwort."

Deshalb fragt die UWG an, wie die Verwaltung die Wirkung dieser katastrophal ungeordneten Grundstücke auf jene Einzelhändler beurteilt, die in den Zentren in ihre Geschäfte investieren wollen. "Diese Bilder ewiger Edelbrachen stören zudem massiv das Bild einer Stadt, die eigentlich an attraktiven Zentren interessiert sein muss", meint Hülder.

In ihrer Anfrage erinnert die Ratsfraktion daran, dass die Stadt Wattenscheid mit der Selbstvermarktung von Grundstücken, die im Zuge der Immobilienvorratspolitik aufgekauft wurden, gute Erfahrungen gemacht habe. Dadurch sei eine Verwertung der Areale gegen städtische Interessen verhindert worden.

Die Fraktion listet vor diesen Hintergründen weitere Fragen auf. Darin heißt es: Sprechen nicht auch Bochumer Erfahrungen der letzten dreißig Jahre dafür, in diesen und wenigen besonderen Fällen nicht doch zu einem Ankauf der Grundstücke - sofern möglich - zu kommen? Und: Wie will die Verwaltung künftig mit solchen Grundstücken umgehen? Könnte nicht ein aus stadtgestalterischen Gründen öffentliches Bewerben solcher Grundstücke bei der Vermarktung hilfreich sein?

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