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Von der Leinwand lernen

15.12.2011 | 17:15 Uhr
Von der Leinwand lernen
Im vergangenen Jahr: Jugendliche der Märkischen Schule diskutieren nach einem Film über Integration mit Anja Schmid, Pädagogische Mitarbeiterin des Grimme-Instituts (re.). Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool

Wattenscheid.Unter dem Motto „Mit Filmen sehen lernen“ laufen vom 19. Januar bis zum 8. Februar landesweit die Schulkinowochen. In der Hellwegstadt beteiligt sich die Märkische Schule an der Aktion. Mit drei Streifen wie „Goethe“, „Wintertochter“ und „Almanya“ stehen dabei nicht nur Kinokassenschlager auf dem Programm, sondern auch pädagogisch wichtige Bausteine für den Unterricht - visuell und unterhaltsam dargestellt.

„Film spielt in unterschiedlichen Formaten und Medien eine tragende Rolle im Alltag Heranwachsender – individuell, sozial als auch gesellschaftlich-kulturell. Bewegte Bilder auf der großen Leinwand zu sehen, ist dabei immer ein besonders großes Erlebnis: Im Kino sehen Kinder und Jugendliche Modelle dafür, wie ihr eigenes Leben auch aussehen könnte; wie Konflikte entstehen, wie man sie löst, wie Hoffnungen enttäuscht und wie sie doch noch erfüllt werden“, schildert Sarah Duve, Geschäftsführerin vom Netzwerk für Film- und Medienkompetenz „Vision Kino“. Die Organisation hat die Schulkinowochen gemeinsam mit „Film+Schule NRW“, eine Initiative des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und des NRW-Schulministeriums, initiiert und gefördert. „Die Beschäftigung mit Film weckt, fördert und stärkt die ästhetische Wahrnehmungsfähigkeit und die kreativ-produktiven Kräfte von Kindern und Jugendlichen. Sie ist Persönlichkeitsbildung im besten und umfassenden Sinne“, ergänzt Dr. Markus Köster, Leiter von „Film+Schule NRW“.

„Und bei uns ist im Rahmen der Schulkinowochen sicherlich für jeden etwas dabei“, kündigt Lehrer Manfred Gersemann an. Der Pädagoge leitet die Arbeitsgemeinschaft Film an der „Märkischen“ und betreut mit seinen Schülern die Aufführungen. So gibt es in der Stadthalle an der Saarlandstraße für die jeweiligen Altersstufen am 19. Januar die Streifen „Almanya“ und „vincent will meer“, am 20. Januar „Friendship!“ und - passend zur aktuellen Finanzdebatte - „Der große Crash“ in englischer Originalfassung sowie am 25. Januar „The social Network“ zu sehen.

Neben der Vorführung des Films „Goethe“ steht am 24. Januar ein besonderes Highlight auf dem Spielplan des Märkischen Kinos. Für die Jahrgangsstufe fünf beginnt um 11 Uhr das Drama „Wintertochter“, im Anschluss findet das Kinoseminar mit der Medienpädagogin Anja Schmid vom Grimme-Institut statt. Die Diskussion über das Gesehene und die nachhaltige Aufbereitung stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung.

„Wobei unsere Filme alle einen tieferen Hintergrund haben und sich für eine weitere Thematisierung im Unterricht anbieten“, sagt Manfred Gersemann. Darum lädt er explizit alle Wattenscheider Schulen dazu ein, sich gemeinsam die Vorführungen anzusehen; Anmeldungen bei der „Märkischen“ unter 54 98 10.

Christopher Becker

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